Hückelhoven-Ratheim - Drastisches Plädoyer für Toleranz

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Drastisches Plädoyer für Toleranz

Von: koe
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Sehenswert: Mit dem Theaterstück Hin &Weg.sehen gastierte die Gruppe „Theaterspiel“ im Schulzentrum in Ratheim. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Ratheim. Mit einem aktuellen Theaterstück für Zivilcourage und gegen rechte Gewalt gastiert die Theatergruppe „Theaterspiel“ aus Witten auf Einladung des Kreises Heinsberg in dieser Woche in Hückelhoven-Ratheim, Erkelenz und Wegberg. Im Ratheimer Schulzentrum zeigten sich Gesamtschüler und Realschüler beeindruckt vom Stück „Hin &Weg.sehen“, das die Autorin Beate Albrecht nach Gesprächen mit Aussteigern aus der rechten Szene geschrieben hat.

In der rechten Szene recherchiert

Die Autorin hatte in der rechten Szene recherchiert und Aussteiger befragt. Das Thema sei in der Region aktuell, die „rechte Szene“ gut vernetzt, so ein Vertreter der Theatergruppe. Es gebe auch einen rechten Bereich bei Migranten.

Das Thema „Ausgrenzung“ wurde mit viel geschichtlichem Hintergrund behandelt, und für die Lehrer ergibt sich die Gelegenheit, an diesem Thema weiterzuarbeiten. Eine der zentralen Fragen war die Frage, was Leute dazu bringt, andere auszugrenzen, was sie dazu bringt, rassistisch zu denken.

Nach der einstündigen Theatervorführung ging es in der Diskussion auch um die Frage, wie man eine „rechtsorientierte Person“ erkennt. Überhaupt zeigten sich die Vertreter der Theatergruppe beeindruckt von der Diskussion nach der Aufführung des Theaterstückes, einem Plädoyer für Toleranz und Menschlichkeit. Dabei ging es ausschließlich um Anregungen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Viele Vorurteile

Im Stück sind Sem und Juli die Hauptpersonen. Sie sind für einander bestimmt, doch dann läuft alles anders. Beide sind in unterschiedlichen Lagern unterwegs. Juli rutscht ab in die rechte Szene, Sem bleibt bei seinen Freunden mit Migrationshintergrund. Ihre Cliquen liegen miteinander im Clinch. Verletzungen, Mobbing und Vorurteile sind an der Tagesordnung. Rechtsradikale Schläger und deren menschenverachtendes Gedankengut lassen die Situation eskalieren. Während Sem und seine Freunde um ihr Leben fürchten, denkt Juli immer noch, dass sie für die rechte Sache kämpft. Bis sie schmerzlich erkennen muss, dass „Rechts nicht Recht“ ist...

Drei Personen

Das Stück wurde von nur drei Personen in Szene gesetzt, von Kirsten Mohri (Juli),Tobias Vorberg (Sem) und Beate Albrecht (Vera). Die Gruppe „Theaterspiel“ aus Witten entwickelt seit vielen Jahren Theaterproduktionen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland gezeigt werden.

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