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„Die Westzipfelregion“: Fördergelder sollen die Stadt aufpolieren

Von: Rainer Herwartz
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Auf der Grünfläche in Oberbruch, wo Gesamtschulleiter Peter Ruske hinschaut, soll ein Sportpark entstehen. Foto: Rainer Herwartz
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Bevor der Sportpark angelegt werden kann, muss erst einmal die Turnhalle saniert werden. Foto: Rainer Herwartz
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Auch in die Festhalle in Oberbruch muss investiert werden. Foto: Rainer Herwartz
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Für die Sanierungs- und Neubauarbeiten an der Brunnenschule in Kirchhoven wird dringend Geld benötigt. Foto: Rainer Herwartz
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Die Neugestaltung des Oberbrucher Freibadgeländes ist ebenfalls ein schon länger geplantes Projekt. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Wenn die Fördergelder aus dem Programm VITAL.NRW so fließen sollten wie geplant, dann wird sich bis zum Jahr 2020 in der Kreisstadt Heinsberg so einiges an baulichen Veränderungen tun.

Das Interkommunale Entwicklungskonzept „Die Westzipfelregion“, zu der auch die Gemeinden Waldfeucht, Gangelt und Selfkant gehören, ist die Basis der Vorhaben, bei der Heinsberg eine 80-prozentige Förderung für Projekte in einem Gesamtvolumen von rund 14,8 Millionen Euro anstrebt.

Das Konzept wurde von der Planungsgruppe MWM aus Aachen unter Mitwirkung der vier Kommunen erarbeitet und soll als roter Faden der zukünftigen regionalen Entwicklung dienen. Aufgrund der Rahmenbedingungen der Städtebauförderung und der interkommunalen Bestandsuntersuchung liegt der Fokus im Bereich der Stadt Heinsberg in den Siedlungsschwerpunkten Kirchhoven und Oberbruch. Letztlich geht es um ganz konkrete Projekte, die nun durch einen Mitarbeiter von MWM im Rat vorgestellt wurden.

Die Sanierung der Festhalle Oberbruch soll kontinuierlich erfolgen. Aus diesem Grund wurde die Maßnahme in zwei Bauabschnitte für die Jahre 2017 bis 2019 aufgeteilt. Das Gesamtvolumen beträgt 7.496.440,46 Euro und zusätzlich noch einmal 325.472 Euro für die Neuordnung und Aufwertung des Eingangsbereichs sowie des Vorplatzes, die im Jahr 2020 geplant sind. Die beantragte Zuwendung beträgt 6.257.529,97 Euro. Der städtische Eigenanteil beläuft sich insgesamt auf 1.564.382,49 Euro.

Für das Programmjahr 2017 wurden Mittel in Höhe von 2.621.358,82 Euro für die Sanierung der Festhalle beantragt. Der Eigenanteil beträgt 524.271,76 Euro.

Für das Jahr 2018 werden im Hinblick auf neue Planungsperspektiven an der Wurm in Folge der Aufgabe des Freibades Oberbruch Mittel für die Durchführung eines Planungswettbewerbes beantragt. Hierzu sind 50.000 Euro angesetzt. In diesem Bereich, da sind sich Planer und Verwaltung sicher, könnten sich „einmalige Chancen für eine Grünraum- oder Parkentwicklung ergeben“. Die mögliche Zuwendung beträgt in diesem Fall 40.000 Euro.

Der Antragsschwerpunkt im Jahr 2019 soll auf der Sanierung, dem Umbau und zum Teil auch Neubau im Bereich der Brunnen-Grundschule und der dazugehörigen Mehrzweckhalle in Kirchhoven liegen. „Hier besteht großer Handlungsbedarf, da die vorhandenen Gebäude sanierungsbedürftig und angängig sind. Es handelt sich insbesondere um ehemalige Baracken, die zwar unterhalten wurden, deren Nachrüstung auf zeitgemäße Standards aber nicht möglich ist“, heißt es aus der Verwaltung. Damit bestehe die Chance, dieses „Quartierszentrum mit einer grundlegenden Neukonzeptionierung zukunftsfähig aufzustellen. Die Mehrzweckhalle soll energetisch saniert und barrierefrei werden. Außerdem werde der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht. Im Jahr 2020 ist die Aufwertung der Außenanlagen geplant. Die Gesamtkosten betragen 3.987.438 Euro. Die mögliche Zuwendung beträgt 3.189.950 Euro und der städtische Eigenanteil 797.487,60 Euro.

Für das abschließende Programmjahr 2020 sind neben der Beantragung von Mitteln zur Sanierung der Sporthalle Oberbruch an der Gesamtschule (Kosten 992.000 Euro) Mittel zur Anlage eines Multisportfeldes im hinter dem Schulhof der Gesamtschule gelegenen Grünbereich in Höhe von 609.034 Euro vorgesehen. Die Konzeption soll gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt werden. Die Gesamtkosten betragen somit 1.601.034 Euro. Die mögliche Zuwendung umfasst 1.280.827,20 Euro und der Eigenanteil 320.206,80 Euro.

In Vorbereitung der Aufwertung der öffentlichen Räume des Ortskerns von Oberbruch und dessen Vernetzung mit dem Kultur- und Bildungsstandort ist für 2020 die Beantragung von Mitteln für die Erstellung eines Verkehrskonzeptes Oberbruch insbesondere im Bereich der Parkstraße und der Boos-Fremery-Straße in Höhe von 25.000 Euro vorgesehen. Die mögliche Zuwendung beträgt 20 000 Euro, der städtische Eigenanteil 5000 Euro.

Parallel zur Umsetzung der investiven kommunalen Maßnahmen sollen, insbesondere im Zusammenhang mit Bauberatung und Quartiersmanagement, Mittel zur Unterstützung auch privaten Engagements zur Verfügung gestellt werden. Aus diesem Grund ist für die Jahre 2018 und 2019 die Anmeldung des Haus- und Hofprogramms, des Programms zur Modernisierung und Instandsetzung sowie des sogenannten Verfügungsfonds geplant. Die Gesamtkosten betragen 255.000 Euro, die mögliche Zuwendung 204.000 Euro und der Eigenanteil 51.000 Euro.

Die vorgenannten Maßnahmen sollen in der Planung der städtischen Haushalte der Jahre 2018 bis 2020 berücksichtigt werden. Das Gesamtvolumen der zuwendungsfähigen Ausgaben in Heinsberg beträgt somit etwa 14.853.975 Euro und die mögliche Zuwendung bei einem Fördersatz von 80 Prozent insgesamt 11.883.180 Euro. Es verbleibt somit ein städtischer Gesamteigenanteil von 2.970.795 Euro.

Wenn die Rechnung am Ende aufgehen sollte, ist dies für die Kreisstadt sicherlich ein großer Schritt. „Ich glaube, es ist eine einmalige Chance“, meinte denn auch Bürgermeister Wolfgang Dieder. Dem schlossen sich die Mitglieder des Rates durch ihr einstimmiges Votum dafür, das Konzept auf den den Weg zu bringen, an.

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