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Die Wahl der Umsiedler fällt klar auf Borschemich (neu)

Von: hewi/nosch
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Für Unentschlossene gab Susanne Brüggemann (li) von der Bezirksregierung Köln gestern noch sachliche Informationen. Foto: Sommer

Erkelenz-Keyenberg. Am Sonntagabend um 18.38 Uhr waren die Würfel gefallen: Die Umsiedler in spe aus Keyenberg, Kuckum, Berverath sowie Ober- und Unterwestrich haben sich entschieden, wohin die Reise gehen soll, wenn ihre Ortschaften dem Braunkohletagebau weichen müssen. Die Wahl der Umsiedler, die eine benachbarte und gemeinsame Umsiedlung anstreben, fiel auf Borschemich (neu).

Vorangegangen war ein moderierter Suchraumprozess, bei dem die Bürger der fünf Ortschaften in Workshops ihre Vorstellungen einbringen konnten und insgesamt sechs Umsiedlungsstandorte im Erkelenzer Stadtgebiet erkundeten.

Gewählt werden konnte am Sonntag von neun bis 18 Uhr in der Keyenberger Grundschule. Wahlberechtigt waren alle Umsiedler, die das 16. Lebensjahr vollendet haben und in einer der Ortschaften ihren ersten Wohnsitz gemeldet haben. Insgesamt gaben 847 Umsiedler ihre Stimme ab, was einer Beteiligung von 63 Prozent entspricht. Davon entfielen 564 Stimmen auf den Standort „Erkelenz-Nord“ bei Borschemich (neu) und 281 Stimmen auf den Standort „Schwanenberg“. Damit ist aber noch lange nicht Schluss.

Am Mittwoch können sich die Umsiedler ebenfalls in der Keyenberger Grundschule ab 19 Uhr darüber informieren, wie die Entschädigungsregelung gehandhabt wird. Eingeladen zu dieser Informationsveranstaltung hat die Bezirksregierung Köln. Die gemeinsame Umsiedlung soll 2016 beginnen. Bergbaulich in Anspruch genommen werden die Ortschaften ab 2023. Nach der Standortentscheidung können die weiteren Planungen der Umsiedlung in den kommenden Monaten beginnen. Zuerst jedoch müssen die betroffenen Bürger entscheiden, ob sie mit umsiedeln oder lieber zukünftig eigene Wege gehen sollen.

„Ich freue mich über das eindeutige Ergebnis für einen Standort“, sagte Bürgermeister Peter Jansen unmittelbar nach der Wahl. Wahrscheinlich sei die Nähe zum jetzigen Standort sowie der dörfliche Charakter auschlaggebend gewesen.

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