bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Die Mundart lebt: Auch auf neuer CD

Von: agsb
Letzte Aktualisierung:
7821570.jpg
Der Mundartchor aus dem Selfkant präsentiert Mundartlieder – unter anderem auf Millener Platt. Foto: agsb

Selfkant-Höngen. Guten Besuch hat die Heimatvereinigung Selfkant bei ihrem Mundartnachmittag im Saal Peters in Höngen verzeichnet. Im Laufe des Nachmittages wurde die zweite aufgenommene CD von „Ues Muedersproak“ vorgestellt, zum Preis von acht Euro kann der Tonträger bei den Vorstandsmitgliedern der Heimatvereinigung erworben werden.

Die erste CD wurde bereits vor zehn Jahren vorgestellt.

Vorsitzender Gerd Passen dankte allen, die mitgeholfen hatten dieses Werk zu erstellen. Im Ton-Studio von Will van der Biesen wurde die Scheibe aufgenommen und bearbeitet. Das Werk umfasst neben Liedern auch Geschichten aus dem Selfkant.

Gerta Oeben, Gottfried Engendahl, Herbert Corsten, Peter Hamacher, Ralf Beyers, Wilhelm Küsters, Willi Cleven, Heinrich Hagmanns, Josef Lippertz, Gerd Passen, Matthias Deckers, Therese Lipperts sowie die bereits verstorbenen Josef Goyen, Lorenz Brockhoven, Matthias Jansen, Josef Jansen und Jakob Cals haben mitgearbeitet. Insgesamt werden 31 Stücke samt Liedgut auf der CD wiedergegeben.

Der Mundartchor präsentierte bei der Versammlung einige Kostproben. Besonders das Millener Erbgut der Mundartsprache ist einzigartig, wie sich in den Liedern zeigt.

Laut Erzählungen wurde früher an den Theken und bei Veranstaltungen im Ort viel gesungen, ein Refrain mit „Kunnst du mich neet segge, wo wuhn ich? … Ich höbb toch so´n Laß van mien Dusseligheit, en weet ouch neet mieh wue mien Hüsske wer steet“ war der Millener Hit.

Und dann Fragte Ralf Beyers mit seiner Gruppe „HatWat“ „Whatt heesch ... ich liebe Dich“ auf Selfkantplatt. In Millen soll vor vielen Jahren die Übersetzung mit „Kumm, wie jont druue“ dieses Liebesbekenntnisses gewesen sein.

Wobei auch das Lied von Ralf Beyers keine originäre Übersetzung ins Selfkantplatt brachte.

Bei Kaffee und selbst gebackenem Selfkantflaa erlebten die Besucher schöne Stunden, weitere Beiträge ließen so manchen richtig „schmunzeln“. Die Mundartsprache im Selfkant lebt – auch dank der Heimatvereinigung.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert