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Die Meister der Gitarren zaubern auf der Festival-Bühne

Von: anna
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Beim vierten Meisterkonzert in der Wettbewerbswoche begeisterten der Franzose Roland Dyens (Mitte) sowie das Duo Reentko Dirks (links) und Daniel Nikolas Wirtz. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Meisterhaft ging es in der Wettbewerbswoche des fünften Heinsberger Gitarrenfestivals nicht nur im Vorspiel der Wettbewerbsteilnehmer zu, sondern auch in den allabendlichen Konzerten.

In einer bisher nie da gewesenen Vielfalt zeigten die aus unterschiedlichen Ländern angereisten Künstler ihr Können und nahmen ihre Zuhörer mit auf eine musikalische Weltreise.

Dabei zauberten die Meister der Gitarre nicht allein auf ihren sechs Saiten. Der Italiener Christian Saggese tat das mit seiner Harfengitarre gleich auf 15 Saiten. Vierhändig auf einer Gitarre faszinierte das Duo Anabel Montesinos und Marco Tamayo.

Beim abschließenden, vierten Meisterkonzert der Woche bewies das Duo Reentko Dirks und Daniel Nikolas Wirtz, dass sich mit einer Gitarre ganz viele unterschiedliche Töne hervorbringen lassen, ohne auch nur eine einzige Saite zu zupfen. Eigene Kompositionen und Arrangements standen bei den beiden im Mittelpunkt ihrer Präsentation, bei der sie mit einem beeindruckenden Rhythmus die Welt umspannten – immerhin haben sie in Dresden zusammen „Gitarre Worldmusic“ studiert. Gepaart war ihr Konzertbeitrag mit einer äußerst amüsanten, eigenen Moderation. „Wenn wir hier an unserem Instrument rumschrauben, heißt das nicht, dass es billig ist“, bemerkte zwischendrin etwa Dirks beim Stimmen seiner Gitarre.

Improvisationstalent

„Jetzt passiert etwas, wovon wir vor acht Jahren beim ersten Festival nur geträumt hätten“, gestand Festivaldirektor Theo Krings nach der Pause, als er als letzten Protagonisten der Meisterkonzert-Reihe den Franzosen Roland Dyens ankündigte als „eine der inspirierendsten Persönlichkeiten, die die Gitarrenszene kennt.“ Dyens tat das, was er bei jedem seiner Konzerte tut: Er startete mit einer Improvisation, die seinem Publikum sehr gut gefiel. Zu den Höhepunkten seiner Darbietung zählten seine eigenen Arrangements zu Werken der Komponisten Pjotr Iljitsch Tschaikowski und Frédéric Chopin. „Ich hasse sie und ich liebe sie“, sagte Dyens über die beiden, die nie eigene Werke für Gitarre geschrieben haben. „Ich hasse sie, weil es keine Noten von ihnen gibt, und ich liebe sie, weil es mir die Gelegenheit gegeben hat, welche zu machen.“

Nicht minder gefiel dem Publikum sein Arrangement zu Django Reinhardt oder seine Eigenkomposition „Alba Nera“ in h-Moll. „h-Moll schmeckt“, erklärte Dyens dem Publikum in Deutsch und brachte damit selbst sehr eindeutig zum Ausdruck, wie er seine Musik auf sechs Saiten lebt.

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