Waldfeucht-Haaren - Der nächste große Schritt der Karriere von Anja Backus

Der nächste große Schritt der Karriere von Anja Backus

Von: Anna Petra Thomas
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Die Bühne ist ihr Zuhause: Anja Backus, hier noch auf der Bühne des Raimundtheaters in Wien, geht ab Ende April mit dem Stück „Dirty Dancing“ auf Tournee. Foto (2): Anna Petra Thomas Foto: Anna Petra Thomas
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Gleich für drei große Rollen muss Anja Backus in ihrem neuen Engagement im Musical Dirty Dancing Aussehen und Frisur verändern.

Waldfeucht-Haaren. Er gilt als einer der aufregendsten Tanzfilme aller Zeiten: 1987 eroberte der Streifen „Dirty Dancing“ auf Anhieb die Herzen aller Kinofans. Und auch die ebenfalls von Eleanor Bergstein geschaffene Bühnenversion der Geschichte hat weltweit bereits mehr als sechs Millionen Besucher begeistert.

Ab Ende April präsentiert sich die erfolgreiche Bühnenshow jetzt erstmals auf Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Und mit dabei ist Anja Backus, eine junge Künstlerin aus Waldfeucht-Haaren.

Sie ist im Stück die zweite Besetzung für gleich alle drei weiblichen Gesangsrollen. Sie spielt Marjorie Houseman, deren Tochter Lisa – die Schwester von Frances „Baby“ Houseman – und die Leadsängerin. „Das ist der nächste Schritt meiner Karriere“, freut sich die 26-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung.

Ensemble-Zeit in Wien

Während ihrer Ensemble-Zeit in Wien habe sie sehr viel gelernt. „Und das hat mir Sicherheit gegeben“, strahlt sie. „Ich habe hart an mir gearbeitet“, blickt sie zurück auf zahlreiche Tanz- und Gesangsstunden zusätzlich zu ihren allabendlichen Auftritten.

Anja Backus, die ihre Leidenschaft fürs Singen entdeckte, als sie im Fernsehen die Mini-Playback-Show sah, ist ehemalige Schülerin der Jugendmusikschule in Heinsberg. In der musikalischen Grundausbildung gab‘s fürs Singen zwar zunächst nur eine „Drei“. Aber Anja ließ sich nicht beirren, sang fleißig weiter im Kinderchor der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Haaren. Und von dort kam dann die Empfehlung an die Mutter, Anja doch weiter zu fördern.

So kam sie dann an die Jugendmusikschule und beteiligte sich hier 2003 an einem ersten Pilotwettbewerb „Musical“ im Rahmen von „Jugend musiziert“.

Danach wusste sie, dass dies ihre Zukunft sein sollte.

Nach ihrem Abitur besuchte die junge Haarenerin die Universität der Künste (UDK) in Berlin, die sie Ende 2011 als Diplom-Musicaldarstellerin abschloss. Der erste Weg auf die professionelle Bühne führte sie nach Wien, wo sie im Ensemble des Musicals Elisabeth im Raimundtheater spielte. Sie sang und tanzte in gleich zehn verschiedenen Rollen: als Hofadelige, als Anhängerin des Nationalismus oder gar als Freudenmädchen in Madame Wolfs Salon. Darüber hinaus verkörperte sie am Ende des Stücks in einer kleinen Solorolle die Gräfin Irma Sztáray. Als ungarische Hofdame begleitete diese „Sissi“ in ihren letzten Lebensjahren und war auch dabei, als die Kaiserin ermordet wurde.

Auch wenn sie „nur“ die zweite Besetzung der weiblichen Gesangsrollen sei, werde sie sicherlich drei bis vier Mal pro Woche auf der Bühne stehen, erklärt Anja Backus strahlend.

Drei Auswahlrunden hat sie hinter sich gebracht bis zu ihrem neuen Engagement, das sie zunächst wieder zurück nach Deutschland führt. Einmal sang sie in Wien vor. Dann folgten zwei Einladungen nach Düsseldorf, bis feststand, dass sie gleich drei Rollen haben würde. Obwohl Mutter Marjorie eine eher ruhigere und tiefere Stimme habe, Tochter Lisa dagegen etwas aufgeregter sei, habe für sie beides gepasst, freut sie sich über ihr neues Engagement.

Musical-Tournee

Am 27. April feiert das Stück Tournee-Premiere im Admiralspalast in Berlin. Am 17. Juli ist dann Premiere im „Musical Dome“ in Köln und nach weiteren Stationen in Wien, Bremen und München wird Anja Backus mit „Dirty Dancing“ ab 22. Januar nächsten Jahres im Düsseldorfer Capitol-Theater auf der Bühne stehen. Einen kurzen Urlaub hat sie genutzt, um das Textbuch zu studieren. Am Veilchendienstag haben die Proben in Düsseldorf begonnen. Drei Rollen muss sie lernen, drei Kostüme probieren und natürlich auch die Filmsongs beherrschen. Neben den Originalen wie „Time Of My Live“, „Hungry Eyes“ oder „Do You Love Me“ werden im Stück noch weitere, zusätzliche Titel die weltbekannte Liebesgeschichte untermalen.

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