Den Einsatz der stillen Helden gewürdigt

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Pfarrer Winfried Müller, erster Vorsitzender des Caritasverbandes (r.), Bärbel Windelen, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes (2. v. r.) und Pastor Arnold Houf (l.) bedankten sich bei Maria Dolls (Mitte) und Nelly Rheimann (2.v r.) für ihr ehrenamtliches Engagement im Dienste der Caritas.

Heinsberg-Kirchhoven. Sie hatten sich zwar angekündigt, doch ihr Besuch war dennoch etwas Besonderes. Pfarrer Winfried Müller, erster Vorsitzender des Caritasverband für die Region Heinsberg, und Bärbel Windelen, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes, nahmen als Gäste an der Adventsfeier des Seniorentreffs im Pfarrheim der Pfarre St. Hubertus Kirchhoven teil.

Nicht ohne Grund: Denn persönlich wollten sie Maria Dolls und Nelly Rheimann für zehn Jahre ehrenamtliches Engagement im Dienste der Caritas mit dem silbernen Ehrenzeichen sowie Gertrud Lennartz für 15 Jahre ehrenamtliches Engagement im Dienst der Caritas mit dem goldenen Ehrenzeichen auszeichnen. Letztere war krankheitsbedingt verhindert. „Für mich ist es immer ein Vergnügen, in die Gemeinden und damit zur Basis zu kommen, wo Caritas gelebt wird und lebendig ist“, sagte Pfarrer Winfried Müller bei seiner Festansprache.

Heute sei er nach Kirchhoven gekommen, um Menschen zu danken, die sich uneigennützig in den Dienst der Caritas und damit der Liebe gestellt hätten, wandte er sich an die zu Ehrenden. Kurz ging er auf den Begriff Ehrenamt ein. Ehrbar sei der Mensch, der durch seine Taten die Würde seines Menschseins aufleuchten lasse, erklärte er. Ehrenamtliches caritatives Handeln kenne keine Grenzen und Schranken, sondern sehe zunächst nur die Not. Auch die drei zu Ehrenden hätten sich eingesetzt für Menschen, und zwar Senioren, indem sie sie im Krankenhaus und zu Geburtstagen besuchen würden. „Sie haben das getan aus dem Bewusstsein, dass wir alle zueinander gehören“, so Pfarrer Müller. Sie hätten somit ein Beispiel gegeben, dass Caritas mehr sei als eine Institution, sondern dazu da sei, anderen zu helfen. „Herzlichen Dank für alles, was Sie getan haben, ich möchte Sie bitten, nicht damit aufzuhören“, betonte Pfarrer Winfried Müller.

Denn Maria Dolls, 59 Jahre, engagierte sich bereits vor zwölf Jahren in der Seniorenarbeit, zunächst als Helferin und seit sechs Jahren als Leiterin des Seniorentreffs. Ihre Aufgabe besteht darin, die einzelnen Treffen vorzubereiten, Busausflüge, Karnevalsfeiern und Weihnachtsfeiern zu organisieren.

Zudem übernimmt sie im Wechsel mit weiteren acht Ehrenamtlichen den Krankenhaus- und Geburtstagsbesuchsdienst.

Aufhören möchte dagegen Nelly Rheimann, 74 Jahre, um den Seniorentreff als Seniorin besuchen zu können, statt mitzuorganisieren. Sie ist seit zehn Jahren wieder ehrenamtlich in der Seniorenarbeit tätig, nachdem sie in frühern Zeiten sich sehr für den Missionsbasar einsetzte. Dagegen blickt Gertrud Lennartz, 70 Jahre, auf 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit, zu der auch der Krankenhaus- und Geburtstagsbesuchsdienst gehört. Für diesen unermüdlichen Einsatz überreichten Pfarrer Winfried Müller und Bärbel Windelen schließlich Maria Dolls und Nelly Rheimann das silberne Ehrenzeichen der Caritas. Nachdem Pfarrer Müller die Urkunde verlesen hatte, schenkte Bärbel Windelen den Damen noch das Buch „Mein Experte fürs Leben“ mit den Worten: „Das Buch passt gut zu Ihnen als Ehrenamtliche der Caritasarbeit.“ Denn es handele von den stillen Helden des Alltags, „die sie auch sind“, so Windelen. Von Pfarrer Arnold Houf gab es dann noch als Geschenk einen Blumenstrauß.

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