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„De Tegelse Hofzangers“ füllen die Kirche mit Musik

Von: Utz Schäzle
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Der kleine, aber fantastisch singende Männerchor „De Tegelse Hofzangers“ füllte mit seinen kräftig ausgebildeten Stimmen den Sakralraum der Martinuskirche. Foto: Utz Schäzle

Wassenberg-Steinkirchen. In der Ruhe liegt die Kraft. Dass dies nicht nur sprichwörtlich gemeint ist, sondern durchaus auch das Motto eines Sonntagskonzertes sein kann, zeigte der Männerchor „De Tegelse Hofzangers“ unter der Leitung von Bert Ramakers in der gut besuchten St. Martinuskirche in Steinkirchen.

Der kleine, aber fantastisch singende Männerchor füllte mit seinen kräftig ausgebildeten Stimmen voll klanglicher Energie den Sakralraum.

Profitieren konnte der Chor aus Tegelen bei Venlo von der außergewöhnlich guten Raumakustik, die musikalisch die Innigkeit der slawisch-byzantinischen Liturgie besonders eindrucksvoll zur Geltung brachte. Vielschichtige, stimmlich ausgewogene Harmonik gab dem Gesang suggestive Kraft.

Feierlich zog der stimmgewaltige Chor mit seinem Programm, das nicht nur auf kirchliche A-capella-Lieder begrenzt ist, sondern auch aus weltlicher Musik besteht, in die Kirche ein.

Elemente der Musiksprache des Ostens in den Liedern wie „Blago Slovi“, „Izje Cheruwymi“, „Slava Visjiny Bogoe“ sowie „Yiemloch“ zeigten die Inspiration der gregorianischen Gesänge.

Die Stimmpartien waren in der Intonation durchweg perfekt aufeinander abgestimmt. Der Übergang zur weltlichen Literatur gelang beeindruckend – auch mit einigen solistischen Einlagen. „My Lord what a morning“, „Morgen muss ich fort von hier“, „O Milimi“ und „Annabell Lee“ zeigten auch in mehreren Sprachen die große Auswahl an interessanter Chorliteratur.

Sehr wirkungsvoll und in perfekter deutscher Aussprache waren Schuberts „Lindenbaum“ und „Das Morgenrot“. Die Lieder waren so gut einstudiert, dass der Männerchor fast „blattfrei“ singen konnte, was dann auch zu einer ungewöhnlichen, souveränen und ausgeglichenen Klangfülle beitrug.

Nicht zu vergessen wären da noch die Klassiker „La Montanara“, „Suliko“, „Ich bin kein Bajazzo“, und „Die zwölf Räuber“.

Beeindruckend und bewegend

Beeindruckend, ja bewegend war das Konzert der „Tegelse Hofzangers“ in der St. Martinuskirche Steinkirchen. Nicht nur das harmonisch zusammengestellte Programm begeisterte, sondern auch die überragende Leistung des Chores und der Solisten, die dem Ereignis Nachhaltigkeit verlieh. Nicht zuletzt ist es aber auch das große Verdienst von Dirigent und Solist Bert Ramakers, der mit viel Feingefühl seine Sänger zu Höchstleistungen führte, ohne sie dabei zu überfordern.

Die Besucher dankten den Sängern mit Standing Ovations, was dann wiederum zwei klangvolle Zugaben zur Folge hatte. Die Musik war mit Leichtigkeit in die Herzen der Zuhörer gelangt, und dies verströmte ein Gefühl sphärischer Ruhe.

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