Kreis Heinsberg - Das Rätsel um den Wolf von Heinsberg klärt sich wahrscheinlich auf

AN App

Das Rätsel um den Wolf von Heinsberg klärt sich wahrscheinlich auf

Von: ger
Letzte Aktualisierung:
Wolf Patrick Pleul/dpa
Bei Birgelen ist ein Wolfshybride eingefangen worden. Die Behörden wissen nicht, wer Halter des Mischlings aus Wolf und Hund ist. Symbolfoto. Patrick Pleul/dpa

Kreis Heinsberg. Möglicherweise hat sich das Rätsel um den Wolf, den mehrere Leute im Kreis Heinsberg gesehen haben wollen, aufgeklärt. Bei Birgelen ist am Donnerstag ein Wolfshybride, also eine Mischung aus Hund und Wolf, eingefangen worden.

Lars Delling, der bei der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Heinsberg für den internationalen Artenschutz zuständig ist, geht davon aus, dass es sich dabei um das Tier handelt, das am Wochenende zum Beispiel in Brachelen und Kückhoven gesehen worden war.

Eingefangen haben den Wolfshybriden nach Informationen von Delling Leute, die zufällig in der Gegend waren. Weil das Tier offenbar schon mehrfach ausgebüxt war, war es mit einem GPS-Sender ausgestattet, der auch den Besitzer auf die Spur des Tieres brachte. Nachdem es eingefangen worden war, tauchte er sogleich auf und nahm das Tier mit – ohne seinen Namen und seine Adresse zu hinterlassen.

Deshalb wissen die Behörden aktuell auch nicht, wo das Tier gehalten wird. Das wüsste man beim Kreis aber gerne, weil Wolfshybriden bis zur vierten Generation angemeldet sein müssen. Erst ab der fünften Generation nach der Kreuzung von Wolf und Hund darf man das Tier halten, ohne es anzumelden.

„Das ist schon eine andere Hausnummer als ein richtiger Wolf. Aber bis zur vierten Generation sind die Tiere auch nicht ohne. Da steckt eben ein wildes Tier drin. Wer sich einen Wolfshybriden hält, muss schon genau wissen, was er tut“, sagt Delling. Im Kreis Heinsberg hat aktuell niemand angemeldet, einen Wolfshybriden zu halten.

Dass es sich um eine Mischung aus Wolf und Hund handelt, sei schon deshalb sehr wahrscheinlich, weil man einen waschechten Wolf niemals hätte einfangen können, sagt Delling. Zumindest nicht ohne Betäubungsgewehr.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert