Cusanus-Lehrer gibt internationale Lyrik heraus

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Spannende Einblicke in familiäre Situationen in unterschiedlichen Kulturen. Frank Joußen hat sie in einem Buch zusammengefasst.

Erkelenz. „Family Matters“ ist der Titel der neuen Textsammlung, die Frank Joußen, Englisch- und Religionslehrer am Cusanus-Gymnasium, in diesem Monat vorgestellt hat. Insgesamt haben die drei Herausgeber – die kanadische Dichterin Christina Cowling, die indische Verlegerin Nivedita und Frank Joußen – lyrische oder kurze epische Texte von 55 Schriftstellern aus zehn Ländern in englischer Sprache in diesem Buch publiziert.

Zu den Autoren zählen auch zwei Schülerinnen des Cusanus-Gymnasiums. Auch der Mitherausgeber Joußen hat einige Texte verfasst, die sich – wie auch die Werke der anderen Autoren – mit alltäglichen Problemen in Familien in unterschiedlichen Lebenswelten beschäftigen.

Joußen verweist auf den großen Arbeitsaufwand, den das Zusammenstellen einer solchen Textsammlung erfordert: „Es hat sehr viel Zeit in Anspruch genommen, alle Autoren zu kontaktieren und die vielen einzelnen Werke zu übersetzen und zusammenzufügen.“ Es sei in den letzten beiden Jahren – auf über 200 Seiten – ein vielfältiges und inhaltlich sehr tiefgründiges Werk entstanden. Einer der vielen den Leser berührenden Prosatexte ist „Loud Silence“ von der Cusanerin Enja Stumpf, welcher von einer nach außen hin perfekt erscheinenden Ehe eines Paares handelt, die jedoch im Intimleben mit heftigen Konflikten zu kämpfen hat und langsam, aber stetig zu zerbrechen scheint.

Ein anderer Text mit dem Titel „Time’s Up“ wurde von Lisa Elsberger geschrieben und handelt von häuslicher Gewalt in einer ganz normalen Familie.

Der Titel „Family Matters“ stellt ein vielsagendes Wortspiel dar, kann man ihn doch sowohl mit „Familienangelegenheiten“ als auch mit „Familie ist wichtig“ übersetzen. Bei diesem Titel wundert es nicht, dass sich das Buch um Probleme des alltäglichen Lebens in unterschiedlichen Kulturen dreht, jedoch ist die Art und Weise der Reflexion derartiger Lebenssituationen so speziell, dass es trotz aller Alltäglichkeit zu einem ganz besonderen Tiefgang kommt.

Der komplette Verkaufserlös geht an die indische Familienorganisation „Sphoorti Foundation“, die sich besonders für Kinder einsetzt und für deren Versorgung und Bildung kämpft.

Joußen hebt in einem Kommentar noch einmal gezielt hervor, dass man eine Kultur am besten kennenlernt, indem man versucht, Einblicke in das Innenleben einer Familie zu bekommen und dieses kritisch durchleuchtet.

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