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Chris Hopkins verwöhnt die Zuhörer mit feinstem Jazz

Von: Monika Baltes
Letzte Aktualisierung:
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Streifzug durch die Welt des Jazz in der Tradition der Stride- und Swing-Pianisten: Chris Hopkins überzeugte mit technischer Perfektion und einen guten Portion Humor. Foto: Monika Baltes

Wegberg-Beeck. Es war ein beschwingter Start ins Jahr 2017, zu dem der Kulturförderkreis Opus 512 ins Flachsmuseum Beeck eingeladen hatte. Mit feinstem Jazz überzeugte der amerikanische Pianist Chris Hopkins das hingerissene Publikum mit gefühlvollen Interpretationen und technischer Perfektion. Und als sei das nicht genug, brillierte er darüber hinaus als charmanter Plauderer mit viel Humor.

„Ich bin genauso gespannt wie sie, was heute Abend passiert“, hatte er sich gleich zu Beginn des Konzertes mit den Zuhörern im vollbesetzten Flachsmuseum verbündet. Um reichlich Applaus bat er daher, „bitte auch, wenn es ihnen nicht so gut gefallen hat“. Immerhin werde das Konzert für das Tonarchiv von Opus 512 aufgezeichnet, wie die sechs Mikrofone rund um den edlen Steinway-Flügel unschwer erkennen ließen. Da wolle er einen guten Eindruck hinterlassen.

Von der Fachpresse wird Chris Hopkins als „Ausnahmeerscheinung“ und „Jazzmusiker mit Zukunft“ gefeiert. Gastspiele führten ihn in die USA, nach Japan, Australien und Europa – und seinen Weg säumen zahlreiche Auszeichnungen. Auch das Beecker Publikum wickelte er im Nu um den Finger. Leichtfüßig und elegant, unprätentiös und vergnügt nahm er die Zuhörer mit auf seinen Streifzug durch die Welt des Jazz in der Tradition der Stride- und Swing-Pianisten. Duke Ellington ist sein Lieblingskomponist, von ihm spielte er „The Mooche“ und verband den Titel „Montevideo“ augenzwinkernd mit einem kleinen Quiz fürs Publikum.

Weil er Kontraste mag, gab es dann eine verspielt-romantische Ballade. Und weil das Wetter da draußen sich so garstig präsentierte, sollten die „Echoes of Spring“ von Willie The Lion Smith den „Prozess des Frühlings beschleunigen“. Und er hoffte inständig, dass die Krokusse ihn auch hören. Das Publikum jedenfalls war restlos begeistert.

Beschwingt und vergnüglich

Zum ersten Mal präsentierte der Kulturförderkreis Opus 512 eine Veranstaltung in den Räumen des Flachsmuseums Beeck. „Schön, dass ihr da seid“, hatte Georg Wimmers, der Hausherr des Museums, die Gäste begrüßt.

Günther Scheulen, der Vorsitzende von Opus 512, freute sich, das neue Jahr mit einem Jazzkonzert beginnen zu dürfen: „Meine Erfahrung lehrt mich, dass Jazzkonzerte Garanten für gute Laune sind. Noch nie habe ich nach einem Jazzkonzert jemanden missmutig nach Hause gehen sehen.“

Er sollte Recht behalten. Mit begeistertem Applaus dankte das Publikum für einen beschwingten, vergnüglichen Jazz-Abend.

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