Caritasverband: Abschied für ein Urgestein

Von: Helmut Wichlatz
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Als Leiter der Caritas-Beratungsstelle Erkelenz wurde Ferdinand Wimmer (2. v.r.) von den Vorstandsmitgliedern Manfred Koep (l.),Gottfried Küppers und Winfried Müller(r.) in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Koenigs

Erkelenz. Mit Ferdinand Wimmer geht ein „gefühltes Urgestein der Caritas“ in den Ruhestand. Als solches bezeichnete der Geschäftsführer des Kreisverbandes, Gottfried Küppers, den scheidenden Leiter der Erkelenzer Beratungsstelle für Eltern Kinder und Jugendliche bei einer Feierstunde in den Räumen der Beratungsstelle.

Der 63-jährige Diplom-Psychologe begann 1977 als Assistent in der Erziehungsberatungsstelle in Mönchengladbach, bevor er im September 1980 nach Erkelenz wechselte. 1999 wurde er mit der Leitung der Beratungsstelle betraut. Eine Position, die er auch nach dem Wechsel der Trägerschaft zum Kreisverband Heinsberg beibehielt.

Zielstrebige Arbeit

Küppers lobte Wimmer für seine zielstrebige Arbeit, in deren Mittelpunkt immer die Kinder und Jugendlichen standen. Um das niederschwellige Beratungsangebot auszuweiten, hat die Beratungsstelle das Beratungsangebot auch auf das Schulzentrum in Erkelenz und in Kindertagesstätten ausgeweitet.

Der ehemalige Leiter des Kreisjugendamtes, Manfred Koep, erklärte, dass Erziehung „immer schwieriger“ werde. Daher sei es wichtig, den Familien früh beizustehen und schnell beratende Hilfe anbieten zu können. Beides habe die Arbeit Wimmers geprägt.

Stetig steigende Fallzahlen

Die Fallzahlen, die in Erkelenz behandelt werden, steigen stetig. Waren es in seinem ersten Berufsjahr noch 230, so wurden im vergangenen Jahr bereits 750 Anfragen nach Beratung gezählt, erklärte Wimmer. Die Beratungsarbeit der Caritas sei vor allem deshalb wichtig weil die Schwellenangst der Betroffenen nicht so groß sei wie beim Jugendamt.

Die Arbeit der Beratungsstelle ist für die Ratsuchenden kostenlos, die Mitarbeiter zur Verschwiegenheit verpflichtet. Zwischen dem Erstkontakt und dem Beratungsgespräch liegen im Schnitt rund 14 Tage.

Bei Anfragen von Kindern und Jugendlichen oder bei dringenden Anfragen gehe dies auch deutlich schneller, betonte Wimmer. Seine Pläne für den Ruhestand sind noch unkonkret. „Ich werde alles tun, was bisher zu kurz gekommen ist“ sagte er. Wimmers Nachfolge tritt am 1. Juli Hildegard Hintzen an.

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