Erkelenz - Café Kinderwagen: Neue Anlaufstelle für junge Mütter und Väter

Café Kinderwagen: Neue Anlaufstelle für junge Mütter und Väter

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Sie stellten ihr neues Projekt vor: „Willkommen im Leben, Willkommen in der Gemeinde“: Pfarrer Günter Wild, Diakoniemitarbeiterin Heidi Breidt (Mitte) und Kinderkrankenschwester Elena Kuhlen Foto: Koenigs

Erkelenz. „Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein hingegen sehr.“ Dieses Sprichwort birgt viel Wahres. Wer im ungewohnten Alltag zwischen Windeln und Milchbrei mal eine Auszeit oder einen guten Rat braucht, findet nun im Café Kinderwagen eine maßgeschneiderte Anlaufstelle und ein offenes Ohr für seine Anliegen.

„Das Angebot richtet sich an Mütter und Väter“, erklärt die Sozialpädagogin Heidi Breidt, die das Café Kinderwagen für die Kirchengemeinde ins Leben gerufen und aufgebaut hat. Es geht einher mit dem Projekt „Willkommen im Leben – Willkommen in der Gemeinde“, mit dem die evangelische Kirchengemeinde sich bei persönlichen Besuchen direkt an die jungen Familien wendet, wenn der Nachwuchs das Licht der Welt erblickt hat.

Neben Breidt steht auch Elena Kuhlen als kompetente Ansprechpartnerin zur Verfügung. Die aktive Kinderkrankenschwester und dreifache Mutter kann aus dem Erfahrungsschatz ihrer 27-jährigen Berufstätigkeit schöpfen und manche Fragen und Unsicherheiten der jungen Eltern klären. „Wir wollen nicht bevormunden, aber kompetent unterstützen“, bringt sie das Angebot des Treffs auf den Punkt.

Gerade in der modernen Gesellschaft sind die familiären Bindungen oftmals nicht so eng und der direkte Ansprechpartner bei Fragen und Problemen aus dem persönlichen Umfeld fehlt. Deshalb erwartet die Besucher im Café Kinderwagen ein breites Angebot, das von Ernährungsberatung bis hin zum Wiegen des Babys oder der Vermittlung weiterführender Hilfen reicht. Während sich die Eltern beraten lassen, wird für die Kinder gesorgt. „Unser Ziel ist es, den Eltern Sicherheit zu geben und ihnen zu vermitteln, auf ihr Bauchgefühl zu vertrauen“, betont Kuhlen. Gerade junge Eltern leiden an Perfektionismus.

Gelassenheit vermitteln

Deshalb wolle man auch Gelassenheit vermitteln, denn „es ist ganz normal, Fehler zu machen“. Genauso normal, wie sich Hilfe zu Rat zu holen. Das Angebot soll aber auch die vielen Möglichkeiten und Angebote in Erkelenz zusammenbringen und so die Weichen für weiterführende schnelle Hilfe stellen, wenn es nötig ist. Deshalb soll auch eng mit den Kinderärzten vor Ort zusammengearbeitet werden. Im Fokus der Bemühungen steht die gesamte Familie. Deshalb wird ab kommendem Februar auch ein „Geschwisterführerschein“ für werdende große Brüder und Schwestern ab drei Jahren angeboten. Bei einmaligen und altersgerecht gestalteten Treffen lernen die Kinder, was durch das neue Geschwisterchen auf sie zukommt, wie sie helfen und ihren eigenen Platz in der Familie ausfüllen können. Eine wichtige Funktion ist aber auch die der Netzwerkbildung, betont Heidi Breidt. „Die jungen Eltern haben die Möglichkeit, sich in einem sicheren Raum kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen.“ Deshalb unterscheidet sich das Angebot von dem der Krabbelgruppen, denn die Eltern stehen im Mittelpunkt und sind auch ohne ihren Nachwuchs herzlich willkommen.

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