Burgbergfestival: Tolle Show vor magerer Kulisse

Von: defi
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Die Fans, die die Queen Revival Band erleben wollten, wurden nicht enttäuscht. Harry aus Düsseldorf muss sich hinter dem großen Freddie Mercury nicht verstecken. Foto: defi
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Am zweiten Festival-Tag spielte endlich auch das Wetter mit. Es kamen rund 900 Gäste.
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Trotz schlechten Wetters ließen sich die Besucher die Stimmung nicht vermiesen.

Heinsberg. Zwei Tage Burgberg-Festival in Heinsberg. Der Freitag eher „tote Hose“, es regnete und es war kalt, keine guten Voraussetzungen für ein Open Air Festival. Die Band am Freitag war aber echt spitze. Und die Fans, die die Queen Revival Band erleben wollten, wurden nicht enttäuscht.

Freddie Mercury galt manch einem als größter Rocksänger aller Zeiten. Harry aus Düsseldorf ist der Frontmann der Queen Revival Band und muss sich hinter dem großen Idol durchaus nicht verstecken. Harry - aus dem Publikum kommt natürlich sofort: „Harry, hol mal den Wagen“. Aber selbst wer Jimmy Hendrix noch zu Lebzeiten live in Woodstock erlebt hat, zumindest auf der Leinwand im Jugendheim, und ein wenig Vorbehalte gegen Revival Bands hat, musste bei der Performance der Queen Revival Band seine Vorurteile aufgeben.

Die vier Jungs und zwei Backgroundsängerinnen gingen durchaus auch ohne den Queen-Status als gute Rock-Band durch. Soli des Drummers und des Gitarristen und eine perfekte Bühnenshow von Freddie alias Harry ließen die Fans schon nach wenigen Stücken mitgehen.

Harry: „Als ich heute morgen in Düsseldorf meine Klamotten einpackte, dachte ich, Harry nimm dir dein Pelzmäntelchen mit.“ Harry hatte recht, das Wetter in Heinsberg auf dem Burgberg war saumäßig. Harry performte den Freddie absolut spitzenmäßig, mit einer eigenen Note.

Ein Besucher: „Das ist doch eine tolle Band, hier gehen doch 2000 Besucher rein.“ 2000 vielleicht nicht, aber auch die 1200 möglichen wurden am Freitagabend „knapp“ verfehlt. Freddie Mercury hätte angesichts von 300 Besuchern nicht anders gehandelt als sein legitimer Nachfolger Harry: „Ich biete jedem, der nur einen Stehplatz hat, einen Sitzplatz an.“ Die 32 Euro teuren Sitzplätze waren angesichts des kalten Regenwetters leer geblieben. Die Ordnungskräfte räumten auf, so hatten Band und Fans einen gelungenen Abend bei den Queen-Hits und sehr schönen Balladen, die die Revival Band mit ihrem Frontmann Harry so rüber brachten, als hätte man sie noch nie gehört.

Tag zwei des Burgberg-Festivals in Heinsberg bei freundlicherem Wetter und 900 Besuchern auf dem Burgberg – ein kölscher Abend mit Schlager-Einlage. DJ Domic glühte vor. Die „Dröpkes“ heizten nach. Die Band „Dröpkes“ tourt in der Karnevalszeit durch ganz Nordrhein-Westfalen, Belgien und die Niederlande. Auch außerhalb der Session sind sie sehr aktiv auf verschiedenen Veranstaltungen und spielten bereits live auf Mallorca.

Mit ihren Eigenkompositionen „Et kütt wie et kütt“ und „Kumm Mädche danz“ gewannen die Mönchengladbacher schon mehrfach Preise, und auch das Heinsberger Publikum zollte den „Dröpkes“ viel Applaus. Das hätte auch in die Hose gehen können, meinten einige im Vorfeld, doch Schlagerbarde Michael Wendler, der sich gerne auch als der „bekannteste Schlagersänger Deutschlands“ verkauft und als „König des Popschlagers“, zog sein Publikum mit.

Etwas weniger kommerziell sind die Jungs von „Kasalla“ unterwegs. Nach ihrem Sessionshit „Pirate“, dem Debütalbum und zahlreichen Highlights auf Bühnen in und um Köln erspielten sich die Jungs mit dem Drummer Nils Plum, Gewächs der Jugendmusikschule Heinsberg, einen Namen auf den Bühnen des Kölner Karnevalsgeschehens. Zu später Stunde auf dem Burgberg hatten Nils Plum und seine Freunde von „Kasalla“ beim Heinsberger Burgberg-Festival ein Heimspiel mit „Folgen“. Ein gelungener Abschluss für das erste von zwei Burgberg-Festival-Wochenenden.

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