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Bundesverdienstkreuz für „Mister Judo“

Von: hewi
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„Stolz und ein bisschen verlegen“ nimmt Ernst Henning (Mitte) das Bundesverdienstkreuz von Landrat Stephan Pusch entgegen. Seine Frau Wiltrud steht ihm zur Seite. „Wir machen alles zusammen“, sagt Henning. Foto: Wichlatz

Hückelhoven. Hohe Auszeichnung für „Mister Judo“: Ernst Henning ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Geehrt wurde er für sein jahrzehntelanges Engagement im sportlichen Bereich und in Anerkennung seines Lebenswerkes.

Und das kann sich sehen lassen: 1954 begann er mit seiner eigenen Judoausbildung und war europaweit bei Wettkämpfen erfolgreich. 1963 gründete er mit seiner Frau Wiltrud den „Judo-Club Hückelhoven“, den er seitdem als Vorsitzender leitet.

Respekt und Toleranz

„Seit der Gründung des Vereins hat er einigen tausend Menschen Judo beigebracht“, erklärte Landrat Stephan Pusch bei der Verleihung des Ordens. Stets habe er dabei Wert gelegt auf einen respektvollen Umgang und Toleranz gelegt.

Sportlich ist „Mister Judo“ dabei weit gekommen. Seit 1957 schon ist er Mitglied im höchsten deutschen Judo-Gremium, dem „Dan Kollegium“. Dass er Trainer, Betreuer, Kampfrichter und Prüfungsbevollmächtigter ist und natürlich die höchstmögliche Dan-Stufe (siebter Dan) erreicht hat, versteht sich fast von selbst.

„Leuchtendes Beispiel“

Pusch betonte über die offizielle Begründung des Bundespräsidenten hinaus, dass Henning ein „leuchtendes Beispiel für einen Ehrenamtler im besten Sinne“ sei. Wenn in Vereinen Arbeit anstehe, seien es oftmals immer dieselben, die sie verrichten. „Sie haben das nie hinterfragt und es getan“, sagte Pusch. Darüber hinaus habe „Mister Judo“ es verstanden, Menschen zu motivieren und zu begeistern.

Dabei vergaß der Landrat nicht, auch Hennings Gattin Wiltrud zu erwähnen. Ohne sie und ihre tatkräftige Unterstützung hätte ihr Mann das alles nicht schaffen können. „Wir machen alles zusammen und einer muss ja den Namen dafür hergeben“, gab sich Henning bescheiden. Zur Ehrung und Ordensverleihung schritten beide dann natürlich gemeinsam.

„Sonst darf Ihnen keiner ungestraft am Revers herumfummeln“, scherzte Pusch beim Anstecken des Verdienstkreuzes.

Bürgermeister Bernd Jansen betonte, dass er an Henning vor allem die Eigenschaft schätze, nicht nur auf Probleme hinzuweisen, sondern auch Lösungsansätze zu haben. „Wenn man wie Sie die Dinge kreativ angeht, dann findet man auch tragbare Lösungen“, erklärte Jansen.

„Sie sehen mich stolz und ein bisschen verlegen hier stehen“, sagte der Geehrte. Die jahrzehntelange Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen sei ihm eine große Freude gewesen. „Judo ist fördern, nicht fordern“, betonte er. „Man muss nicht immer Erster sein, aber man muss wissen, ob man es kann.“

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