Wegberg - Bürgermeister zeichnet verdiente Brauchtumspfleger aus

Bürgermeister zeichnet verdiente Brauchtumspfleger aus

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:
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Ausgezeichnet: Verdiente Karnevalisten aus dem Wegberger Stadtgebiet erhielten von Reinhold Pillich den Bürgermeisterorden. Foto: Koenigs

Wegberg. Zum vierten Mal hatte Bürgermeister Reinhold Pillich in die Wegberger Mühle eingeladen, um verdiente Karnevalisten mit dem Bürgermeisterorden auszuzeichnen. Die Auszeichnung wurde 2011 erstmals verliehen, um den ehrenamtlichen Beitrag zur „Erhaltung und Fortentwicklung des karnevalistischen Brauchtums“ in Wegberg gebührend zu würdigen.

Dabei werden jeweils alle sechs Karnevalsvereine im Stadtgebiet berücksichtigt.

In diesem Jahr war mit dem karnevalistischen Urgestein Günter Sonnenschein auch ein „Externer“ eingeladen worden. Sonnenschein, der im Karneval wie kaum ein zweiter seit Jahren aktiv ist, hatte sein handwerkliches Geschick unter Beweis gestellt und den Bürgermeisterorden, der die Form eines Mühlrades hat, im Großformat und in Holz nachgebaut.

Diese Arbeit hatte er Bürgermeister Pillich eigentlich ohne viel Trubel überreichen wollen, doch dem kam gar nicht in den Sinn, das Geschenk „still und heimlich“ in Empfang zu nehmen: Und so musste Sonnenschein im antiken Frack und mit Zylinder in der Mühle antreten, um unter großem Applaus den kleinen Originalorden von Pillich verliehen zu bekommen.

Dann wurden die Wegberger Aktiven geehrt. Die Dorfgemeinschaft „Hei on klei“ hatte mit Pascal Schüpper den jüngsten und sicherlich fittesten Repräsentanten ins Rennen geschickt. Mit sieben Jahren betrat Schüpper 1997 die Bühne und begann seine tänzerische Karriere. Gemeinsam mit seiner Tanzpartnerin Eva Kessel konnte er schon zahlreiche Kreismeistertitel nach Wegberg holen. Stellvertretend für die Dalheimer „Maiblömkes“ wurde Norbert Seifert geehrt.

Der passionierte Fotograf ist auch der Vereinstechniker und tanzt in der Funkengarde. Fritz Wendt wurde für die Rath-Anhovener KG „Laakebüll“ geehrt und Karl-Heinz „Charly“ Overath für die Klinkumer KG „Sonn Männ“. Der älteste Ordensträger kam in diesem Jahr aus Merbeck. Im Jubiläumsjahr „zweimal elf“ hatten die Merbecker das mittlerweile 83-jährige Gründungsmitglied Ernst Blaankaert auserkoren.

Eine Auszeichnung freute Pillich besonders, denn sie ging an die Flöck-Op-Präsidentin Sonja Rotter. Pillich bescheinigte ihr, „das personifizierte Gesicht des Berker Karnevals“ zu sein. Doch vor allem ist sie auch seine „persönliche Assistentin in allen Karnevalsfragen“.

Nicht unkompliziert

Wahrscheinlich auch Dolmetscherin, denn die heimische Mundart ist nicht wirklich die Spezialität des Ersten Bürgers, wie er schon beim Motto des amtierenden Stadtprinzen Leo I. (Backhaus) unter Beweis stellte.

Zur Ehrenrettung muss jedoch konstatiert werden, dass das Motto „Im Tal der Berker Müele – do mäk et Schpass, möt Ösch d´viere“ für ungeübte Zungen tatsächlich einige verbale Stolperfallen parat hat...

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