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Bombe lässt Erdfontäne 70 Meter in die Luft steigen

Von: Rainer Herwartz
Letzte Aktualisierung:
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70 Meter hoch flog die Erde bei der Sprengung der Bombe. Foto: CUH

Erkelenz. Zum vierten Mal innerhalb der letzten zwei Monate kam es am Dienstag im Zuge der Erweiterung des Oerather Mühlenfeldes zu einem Bombenfund. Ein für den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf tätiges Unternehmen entdeckte eine Zehn-Zentner-Bombe und zwei sogenannte Riegelminen aus dem Zweiten Weltkrieg.

Da sowohl die Bombe als auch die Minen laut Helmut van der Beek, dem Leiter der Erkelenzer Feuerwehr, schon Beschädigungen aufwiesen, mussten sie noch vor Ort gesprengt werden.

„Die Bombe, die nicht in einem die Wohnbebauung gefährdenden Bereich lag, wurde zu diesem Zweck noch tiefer in die Erde eingegraben, mit einem Sprengsatz versehen und zur Detonation gebracht.“ Bestimmt 70 Meter hoch und 20 Meter breit sei die Erdfontäne gewesen, die kurz nach Mittag in den Himmel stieg, sagt Van der Beek.

Die Fünf-Zentner-Bombe, die erst rund drei Wochen vorher gesprengt wurde, sei dazu in ihrer Sprengwirkung vergleichsweise harmlos gewesen, weil über die Jahre schon einiger Sprengstoff aus der Bombe entwichen war.

„Im Bereich der L19 zwischen dem Kreisverkehr Schwanenberg und dem Oerather Mühlenfeld wurden die beiden Minen gefunden.“ Die Riegelminen sind 1943 als Panzerabwehrmine in die Wehrmacht eingeführt worden – bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges ungefähr drei Millionen Stück. Ursprünglich war zum Auslösen der Minen eine Last von 200 Kilogramm auf den Seiten und 400 Kilogramm in der Mitte nötig.

Doch darauf konnte sich nun, nach über 70 Jahren im feuchten Boden, natürlich niemand mehr verlassen. Deshalb wurden die Riegelminen zwar in ein Loch gelegt, aber vor der Sprengung nicht mehr mit Erde zugedeckt. Als Splitterschutz musste das reichen. „Es gab einen richtig lauten Knall und die Druckwelle war noch in 600 Metern sehr gut zu spüren“, sagt Van der Beek.

Nur die Verwaltungsstaffel der Feuerwehr sei neben Polizei und Kampfmittelbeseitigern vor Ort gewesen. Zwischen 10.30 Uhr und etwa 14 Uhr sei die L19 nie länger als 20 Minuten gesperrt gewesen.

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