Heinsberg - Boden für „WohnenPlus“ ist nun endgültig bereitet

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Boden für „WohnenPlus“ ist nun endgültig bereitet

Von: Rainer Herwartz
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Über die Robert-Bosch-Straße wird künftig das neue Baugebiet mit über 120 Wohneinheiten erschlossen. Foto: Rainer Herwartz

Heinsberg. Bislang waren es ja nur Entwürfe zur Änderung des Flächennutzungsplanes und zur Änderung des Bebauungsplanes gewesen, denen der Planungs- und Verkehrsausschuss in Heinsberg zu gestimmt hatte. Doch jetzt darf die WohnenPlus GmbH, gegründet von der Unternehmensgruppe Frauenrath und der Sparkassen Immobilien GmbH, endgültig frohlocken.

Denn die Ausschussmitglieder gaben abschließend dem geplanten Bau von über 120 barrierefreien Wohneinheiten im Bereich Siemensstraße und Robert-Bosch-Straße einhellig ihre Zustimmung. Auf einem 30 000 Quadratmeter großen Plangebiet in der Verlängerung der Robert-Bosch-Straße, die bislang in einem Wendehammer endet, wird somit eine Art Wohnpark entstehen. Ein Projekt, das etwa 30 Millionen Euro kosten wird.

Laut Heinsbergs Leitendem Rechtsdirektor Hans-Walter Schönleber hatte es lediglich „Anregungen“ durch einen Autohaus-Besitzer gegeben, die jedoch zurückgewiesen werden sollten. Dieser hatte demnach vermutet, dass die Anzahl der Fahrzeugbewegungen gemäß dem Lärmgutachten auf seinen Grundstücken Indus-triestraße 45 und dem Flurstück 71 wohl falsch eingeschätzt worden seien und wies darauf hin, dass offensichtlich nicht die Anzahl der „Bewegungen“, sondern letztlich die Anzahl der ankommenden Fahrzeuge festgehalten worden seien. Die tatsächlichen „Bewegungen“ müssten wegen der An- und Abfahrten doppelt so hoch sein.

Gegen Einschränkungen

Zudem hatte er darauf hingewiesen, dass er Eigentümer des zurzeit ungenutzten Grundstückes Industriestraße 47 sei und mit einem metallbearbeitenden Betrieb zwecks Vermietung in Verhandlung stehe. Daher fordere er, dass die Vermietung dieses Objektes an einen Gewerbebetrieb, der deutlich höhere Schallimmissionen verursache als der bisherige Teppichmarkt, auch zukünftig möglich sein müsse. Einschränkungen im Bereich des bestehenden Gewerbegebietes auf Grund der geplanten Nutzung des benachbarten Gebietes als Wohngebiet wolle er daher nicht akzeptieren.

Die Verwaltung teile die Ausführungen des Autohaus-Besitzers allerdings nicht, machte Schönleber deutlich. Der Gutachter habe auch auf erneute Nachfrage bestätigt, dass er bei den Fahrzeugbewegungen bereits die An- und Abfahrten im Schallgutachten berücksichtigt habe. Die in der Stellungnahme des Autohaus-Besitzers angenommene Bewegungsanzahl, die angeblich doppelt so hoch sein solle, sei laut Gutachter zu hoch angesetzt.

Zudem sei zum Grundstück Industriestraße 47 (derzeit Leerstand) bereits „vorausschauend und zugunsten des Eigentümers dieses Grundstückes ein Produktionsbetrieb über den bisherigen genehmigten Rahmen hinaus berücksichtigt“. Grundsätzlich gelte: Im Falle der Neuansiedlung oder auch der Nutzungsänderung bestehender Betriebe sind die Festsetzungen des rechtskräftigen Bebauungsplanes sowie die vorhandenen Wohnnutzungen im näheren Umfeld zu beachten.

Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass Betriebe mit potenziell beurteilungsrelevantem Geräuschverhalten nur durch ein Schallgutachten bei Einhaltung der Richtwerte nach TA Lärm genehmigungsfähig wären. Neben den bereits vorgesehenen passiven Schallschutzmaßnahmen im Bereich des Bebauungsplanes „WohnenPlus“ seien daher zukünftig keinerlei zusätzliche Schallschutzmaßnahmen erforderlich. Die Mitglieder des Planungs- und Verkehrsausschusses schlossen sich dieser Sichtweise einstimmig bei einer Enthaltung durch Birgit Ummelmann von den Grünen an.

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