Blankes Entsetzen bei der FDP

Von: agsb
Letzte Aktualisierung:
7794907.jpg
Hans-Hubert Ruers versammelte gleich die Mannschaft der Selfkant-CDU um sich. Alle 14 Wahlbezirke wurden souverän gewonnen, die ersten Besprechungen stehen an. Foto: agsb

Selfkant. Im Rathaus Tüddern herrschte bereits bei den ersten durchlaufenden Ergebnissen der Kommunalwahl blankes Entsetzen bei den Liberalen. Vorsitzender Karl Busch sah schon früh den kleinen Erdrutsch kommen, suchte aber keine Ausreden.

Er studierte genau die Ergebnisse aus den Wahlbezirken, doch konnte er sich das Minus von 7,3 Prozent nur schwer erklären. 2009 kam die Selfkant-FDP auf 18,4 Prozent der Stimmen. „Wir müssen nun genau analysieren, warum Wähler abgesprungen sind“, so Karl Busch.

Grüne sind zufrieden

Die Selfkant-Grünen dagegen hatten allen Grund zum Jubeln. Für Frank Bärmann sind die erst vor kurzem im Selfkant gegründeten Grünen mit 8,3 Prozent die großen Gewinner.

Die Sozialdemokraten büßten 3,1 Prozent ein. Zufrieden war die SPD mit diesem Ergebnis von 18,1 Prozent gegen 21,2 Prozent aus 2009 nicht wirklich, aber auch hier steht nun die Aufarbeitung an.

Die Vertreter von Pro Selfkant verloren am Ende 1,1 Prozent (11,9 Prozent) gegenüber 14 Prozent aus 2009, zeigten sich jedoch zufrieden mit dem Ausgang und können mit diesem Ergebnis leben.

Stimmung steigt minütlich

Vor allem aber bei den Christdemokraten wurde die Stimmung am Wahlabend von Minute zu Minute besser: Nach Bekanntgabe des letzten Ergebnisses aus Süsterseel klatschten die 14 Direktkandidaten untereinander ab, denn alle wurden mit deutlichem Vorsprung in den 14 Wahlbezirken direkt gewählt. Fraktionsvorsitzender Heinz Stassen aus Süsterseel holte ein außergewöhnliches Ergebnis und ein Plus in seinem Wahlbezirk von 18,53 Prozent (gesamt 59,9 Prozent). Hier verlor die FDP 19,46 Prozent, die SPD 8 Prozent. Damit hat die CDU 14 Sitze im Gemeinderat plus Bürgermeister und könnte alleine regieren. Inwieweit die Koalitionsarbeit mit den Liberalen fortgesetzt wird, zeigen die kommenden Gespräche.

Die Sozialdemokarten behalten ihre fünf Sitze, die FDP hat nunmehr drei Sitze, Pro Selfkant bleibt bei vier und die Grünen steigen mit zwei Sitzen ins Selfkant-Parlament ein (insgesamt 28 Sitze). „Der Bürger hat gesehen, dass die Christdemokraten eine sach- und fachorientierte Gemeindearbeit erledigen“, vermutete Bürgermeister Herbert Corsten den Grund für den CDU-Erfolg.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert