Heinsberg-Karken - Biker-Festival mit Kultstatus lockt nicht nur Rocker an

Biker-Festival mit Kultstatus lockt nicht nur Rocker an

Von: defi
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Die belgische Rockband Cable Bugs trat beim Biker-Festival auf. Foto: defi

Heinsberg-Karken. „Karken ist wie Wacken, nur anders“, sagen die Jungs von „Ingeborg“. Sie und „Ingeborg“ müssen es wissen, denn vor allem „Ingeborg“ kommt auf ihre alten Tage noch ganz schön rum. „Ingeborg“, besser bekannt als „Ingeborg Rockbus Erkelenz“, war gerade erst in Wacken – mit 18 Mann Besatzung.

Einige Erkelenzer Rockfans reisen seit sechs Jahren mit dem zum Wohnmobil ausgebauten Omnibus von Festival zu Festival.

Am Wochenende fuhr „Ingeborg“ von Erkelenz nach Karken zur 23. MSF-Fete der Motorsportfreunde Karken an der Wolfhager Mühle. Die Wolfhager Mühle ist eine Feldflur an der Grenze zu den Niederlanden – und liegt ganz weit ab von der nächsten Wohnbebauung. Wie in Wacken trifft man sich in Karken alljährlich zur Rockparty.

Nach Karken hatten die Erkelenzer Ingeborg-Jungs auch ihre Mädels mitgebracht. Maurice Wilms vom Ingeborg-Rockbus Erkelenz: „Zu den kleineren Festivals darf der Anhang auch schon mal mit.“ Der Anhang sagte dazu nix, lächelte nur milde.

Familiäre Atmosphäre

Maurice Wilms trug auf der Feldflur bei Karken seine in Wacken erprobten Gummistiefel. Der Ort Wacken ist halb so groß wie Karken und in der ganzen Welt bekannt für ohrenbetäubende Musik, Schlamm und 80.000 meist schwarz angezogene Gestalten bei seinem Wacken Open Air. „Hier in Karken ist es familiärer, ein kleines Festival, aber immer super“, urteilt Maurice Wilms. „Ingeborg“ steht auf dem für die Übernachtungsgäste von Landwirt Frank Königs bereitgestellten Feld. Sie ist umgeben von vielen Zelten und Campingwagen. Auf der Bühne rocken derweil Cable Bugs aus Belgien. Vor der Bühne trudeln am Samstagabend die Gäste ein. Im großen Zirkuszelt ist die Theke belagert vom Opa aus Karken, dem Rocker im hübschen Schottenröckchen, ganz normalen Karkenern jeden Alters und vielen Rockfans, die teilweise von weit her auf ihren Bikes angereist sind.

Freitagabend schon gab es eine Party mit den DJs Schmatz und Stefan Beiten – und leider auch einen Zwischenfall, der die Motorsportfreunde Karken ganz schön sauer machte. Da hätten ein paar Streithähne, so MSF-Mitglied Christoph Tholen, am Rande der Veranstaltung randaliert. Die seien aber schnell des Platzes verwiesen worden. Denn die gute, familiäre Atmosphäre wolle man sich von ein paar Chaoten nicht zerstören lassen, betonte Tholen.

Tour durchs Grenzland

Am Samstagmorgen war dann erstmal Frühstück angesagt und traditionell unternahmen die Biker von auswärts danach eine Tour durchs Grenzland.

Der Samstagabend gehörte den Liveacts. Nach Cable Bugs trat die Coverband Sweet Vendetta aus den Niederlanden auf. Mit eigenen Songs überzeugte die Band Supercharger aus Dänemark das Publikum. Auch nach den Liveauftritten wurde weitergefeiert. Die DJs legten noch lange auf.

Christoph Tholen: „Trotz des schlechten Wetters waren wir von der Anzahl der Besucher positiv überrascht.“ 30 MSF-Mitglieder und viele freiwillige Helfer waren im Einsatz und boten den Besuchern ein Festival, das ihnen sicher lange in Erinnerung bleibt.

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