Bierkasten-Curling: Trommlercorps macht auf dem Eis die beste Figur

Von: cbo
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Gespannt verfolgten die Teilnehmer am Finale der WM im Bierkasten-Curling den Weg des Kastens. Foto: Koenigs

Wegberg. Es war kurz vor 19 Uhr. Das Trommlercorps Klinkum trotzte mit einer musikalischen Kostprobe dem nasskalten Wetter und machte sich auf den Weg Richtung Rathausplatz. Trotz der widrigen äußeren Bedingungen ließen es sich die zahlreichen Zuschauer nicht nehmen, dem Höhepunkt des dritten Wegberger Winterzaubers beizuwohnen.

Kurz nach 19 Uhr schallte die deutsche Nationalhymne über den Rathausplatz und eröffnete den Abend der Entscheidung. Bereits das Achtelfinale sorgte für prächtige Stimmung auf und neben dem Eis. Ein echtes Herzschlagfinale stand im Duell zwischen den „Bits“ und dem „Trommlercorps Klinkum II“ an.

Erst im letzten Durchgang fiel die Entscheidung zugunsten des Trommelcorps, das sich mit seinem Bierkasten zwei Zentimeter näher am roten Zielkreis befand. Der Jubel kannte keine Grenzen. Richtig angetan von den Duellen der letzten 16 Teams war Manfred Vits. Der Fan von Borussia Mönchengladbach unterstrich auf humoristische Weise den hohen Stellenwert der Spiele. „Hier sehen Sie Duelle der Marke AC Mailand gegen den FC Barcelona und nicht Cottbus gegen Köln.“

Im Duell der ehemaligen Weltmeister zwischen den „Jakobinern“ und dem Kegelclub „Black Points II“ behielt der Titelträger 2011, die „Jakobiner“, am Ende die Nase vorne. „Hier wird der Catenaccio von Helenio Herrera auf dem Eis gelebt“, zog Moderator Manfred Vits den fußballerischen Vergleich.

Im Viertelfinale sorgten die „Kastenschupser“, eine reine Damenmannschaft, für echtes Aufsehen. Gegen den Kegelclub „Black Points I“ kämpften sich die Mädels bis in die Verlängerung. Das „Golden Goal“ auf dem Eis musste die Entscheidung bringen. Mit der weitaus besseren Technik ausgestattet gelang den „Kastenschupsern“ mit dem letzten Stoß der Sprung ins Halbfinale.

Das Trommlercorps Klinkum mit ihrem Stoßgenie Thomas Sievers war jedoch eine Nummer zu groß für das Damenteam und setzte sich mit 3:1 durch. Für das Moderatenteam Ulrich Lambertz und Manfred Vits stand jedoch sofort fest, dass sich die reine Damenmannschaft in die Herzen der Zuschauer gespielt hatte. Auch das Team der Kreissparkasse zog im zweiten Halbfinale mit 0:3 gegen die „Tuppsportfreunde Am Stöckske“ den Kürzeren.

Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt. Zum Endspiel zwischen den „Tuppsportfreunden“ und dem Trommlercorps Klinkum kannte die Begeisterung keine Grenzen. Eine Stimmung, wie sie bei einem Finale nicht besser sein kann. Erneut ließ sich Thomas Sievers von der Unterstützung der zahlreichen Klinkumer Fans anstecken und platzierte Stöße auf dem Eis, die eines Weltmeisters mehr als würdig waren. Mit einem glatten 3:0-Erfolg sicherte sich das Trommlercorps den Weltmeister-Titel.

Kurz nach 22 Uhr kürte Bürgermeister Reinhold Pillich die erfolgreichsten Mannschaften und Spieler der dritten Weltmeisterschaft im Bierkasten-Curling und dankte für einen unvergesslichen Abend. „Viele haben schon probiert uns zu kopieren, aber wir können es, wir sind das Original“, unterstrich Pillich unter dem Jubel der Zuschauer den Stellenwert der Weltmeisterschaft im Bierkasten-Curling.

Zu den Klängen von „We are the Champions“ streckte der neue Weltmeister im Bierkasten-Curling, das Trommlercorps Klinkum II, den Pokal in den Wegberger Nachthimmel und feierte den Sieg ausgiebig.

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