Hückelhoven - Bergkapelle hält die Erinnerung an die Zeche grandios aufrecht

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Bergkapelle hält die Erinnerung an die Zeche grandios aufrecht

Von: Norbert Koenigs
Letzte Aktualisierung:
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Im Verlauf des Jahreskonzertes der Bergkapelle wurden verdiente Musiker geehrt.

Hückelhoven. Als die Bergkapelle Sophia-Jacoba am Ende ihres beeindruckenden Konzertes das Publikum zum Mitsingen animierte, fühlten sich die mehreren hundert Besucher in der ausverkauften Aula sicherlich an die Fischerchöre erinnert. Und die Frage drängte sich auf, ob das nun der zahlenmäßig größte Chor war, den Hückelhoven je erlebt hat.

Eines wurde jedenfalls deutlich, die Zeche Sophia-Jacoba ist unvergessen, auch bei den Nichtbergleuten, und ein bestimmtes Zugehörigkeitsgefühl beherrschte die Szene in Hückelhovens „guter Stube“.

In seiner Begrüßungsansprache hatte Detlef Stab als Vorsitzender der Bergkapelle die zahlreichen Besucher mit dem Bergmannsgruß „Glück Auf“ begrüßt, unter ihnen viele Ehrengäste, Vertreter der Stadt, der Zeche, der Kasse, des Stadtmusikerbundes, des Kulturrings und jener Vereine, die wie die Bergkapelle ein Stück Heimat, Geschichte, bergmännische Kultur,Tradition und Zeugnis des Bergbaus erhalten und pflegen.

„Musik kennt keine Grenzen“, so der Vorsitzende. Zu allen Zeiten seien es die Musik, Komponisten und Interpreten gewesen, die mit ihren Melodien die Herzen der Menschen erobert hätten. „Musik bewirkt mehr Völkerverständigung als tausend Worte und kennt keine Sprachbarrieren.“ Detlef Stab kündigte mitreißende Musik der Bergkapelle an – und er sollte mit seiner Prognose recht behalten.

Es war vor allem die Vielfalt, mit der die Bergkapelle das Publikum begeisterte. Da wurden Märsche geboten, Ouverturen, Symphonien, Polkas,Filmmusik, unvergessliche Trickfilm-Melodien oder die schönsten Lieder der Kölner Mundartgruppe „Bläck Fööss“. Dirigent Rolf Deckers leitete die Bergkapelle mit viel Musikalität und Fingerspitzengefühl und das nach relativ kurzer Zeit nach dem Neubeginn der Kapelle. Wolfgang Tischtau hatte wie immer die Moderation übernommen und kündigte jeden Programmpunkt mit viel Sachverstand an, manchmal auch mit leicht philosophischen Äußerungen oder aktuellem Bezug.

So ging er bei der Ankündigung des Chansons „Je náurais pas le temps“ auf das bevorstehende Jubiläum der Stadt Hückelhoven mit der französischen Stadt Breteuil ein. Später wurde Wolfgang Tischtau für 40-jährige Mitgliedschaft zur Bergkapelle vom Vorsitzenden Detlef Stab geehrt, eine sicherlich nicht alltägliche Ehrung. Seit 25 Jahren war Frank Schmitz aktives Mitglied, und für zehnjährige Treue zur Bergkapelle wurden Rita Aretz, Kirsten Benrath, Stefanie Trebbels und Rene Trebbels ausgezeichnet. Musikern und insbesondere den Jubilaren gestand Detlef Stab zu,viel Freizeit für ihre Musik zu opfern um mit Idealismus und Musizierfreudigkeit anderen Menschen Freude zu bereiten.

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