Beliebter Schulleiter: Georg Wimmers geht in den Ruhestand

Von: Monika Baltes
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Georg Wimmers konnte sich auf der Feier schonmal auf den Ruhestand vorbereiten. Foto: Monika Baltes

Wegberg-Beeck. Wie sollte Georg Wimmers, Leiter der Grundschule am Beeckbach, in den Ruhestand verabschiedet werden? Musikalisch natürlich! 20 Jahre lang war er Leiter der Grundschule, dort wurde er selber eingeschult, seine vier Kinder haben dort lesen und schreiben gelernt. „Meine Schule“, sagt er fast zärtlich, der amtierende Schützenkönig von Beeck.

Scharenweise hatten sich Familie, Freunde, Wegbegleiter, Kollegen, Vertreter der Vereine, Kooperationspartner und Eltern auf den Weg in die Beecker Turnhalle gemacht. Bürgermeister Michael Stock, Schulrätin Dr. Hildegard Hosterbach und Pfarrer Franz Xaver Huu Duc Tran fanden liebevoll verpackte lobende Worte, ließen Stationen eines bewegten Lehrerlebens Revue passieren.

Unbezahlbare Geschenke

Die Stars der Feierlichkeiten aber waren – und das wird den Kinderfreund Wimmers besonders gefreut haben – die Kinder. Irgendwie „seine“ Kinder, die er immer stark machen wollte. Und so feierten nicht nur die derzeitigen Grundschüler den Leiter ihrer Schule, auch die künftigen Schüler, derzeit noch Kinder des Kindergartens, waren mit Musik und so unbezahlbaren Geschenken wie Seifenblasen und Kuchenherzen herbeigeeilt.

„Time to say goodbye“ – das ist der Song, mit dem Verabschiedungen zu enden pflegen. Bei Georg Wimmers ist das anders. Damit ging es los – und dann wurde es richtig bunt, fantasievoll, rockig. Die „Beecker Spatzen“, eine Gruppe, die es genau genommen gar nicht mehr gibt, stürmte die Bühne und rockte das Haus. Die Hauptdarsteller aus den von Wimmers geschriebenen Kindermusicals tauchten als „Figuren aus deiner Fantasie“ auf und hielten eine Abschiedsrede für überflüssig.

„Sag lieber nichts. Sing!“ forderten sie und verpackten den auszusprechenden Dank und die guten Wünsche für die Zukunft in heitere Melodien, lässige Ohrwürmer und rhythmische Songs. Und noch ein wichtiger Mensch wurde ins Rampenlicht gerückt: Uschi Wimmers, seine Frau. „Uschi ist ihr Name, sie ist die Direktorendame“ schmetterten die kleinen Sänger.

Getränke und gute Lektüre

Niemand hielt es auf den Stühlen: mitsingen, mitswingen und in Standing Ovations ausklingen. Georg Wimmers folgte dem Rat seiner Kinder, er verabschiedete sich nicht mit Worten, sondern mit einem Lied von Hannes Wader „Heute hier, morgen dort“, das zu der Erkenntnis kommt, „dass nichts bleibt, wie es war“.

Stilecht freizeitmäßig eingekleidet durfte Georg Wimmers in einer Oase des Müßiggangs Platz nehmen. Auf dem Frontlader eines riesigen Traktors, umgeben von Palme und Sandstrand, erlesenen Getränken und guter Lektüre konnte er das süße Leben genießen, das nun vor ihm liegt. Georg Wimmers sieht den beginnenden Ruhestand als „Start in ein neues Leben“ und freut sich – wie alle Ruheständler – darauf, nun endlich das tun zu können, wofür lange Jahre keine Zeit war. „Es gibt da Schubladen, in die er tief einsteigen wird“, schmunzelte seine Frau. Bestens gelaunt rief Wimmers den Gästen zu: „Ihr werdet noch von mir hören!“

Es klang wie ein Versprechen.

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