Begas-Haus macht den Krieg zum Thema

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Wartet ab dem 28. Oktober mit dem Thema Erster Weltkrieg auf: das Begas-Haus in Heinsberg. Foto: Daniel Gerhards
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Eines der Exponate der Ende Oktober beginnenden ersten Wechselausstellung im Begas-Haus: ein Zimmerdenkmal aus Blech (Leihgabe von Theo Ortenstein aus Gillrath). Foto: Begas-Haus

Heinsberg. Die erste Wechselausstellung des im März neu eröffneten Begas-Hauses widmet sich dem Ersten Weltkrieg, der vor 100 Jahren begann: Vom 28. Oktober bis zum 1. Februar 2015 werden Selbstzeugnisse von Kriegsteilnehmern aus dem Kreis Heinsberg gezeigt.

Deren Einzelschicksale bilden das Zentrum der Ausstellung. In Zusammenarbeit mit der Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg wurde zudem ein Begleitprogramm mit Filmen und Vorträgen erstellt.

Berührende Dokumente, persönliche Dokumente wie Tagebücher und Briefe, Feldpost, historische Fotografien und Bildpostkarten vermitteln Eindrücke von den jeweiligen Kriegsschauplätzen und der mentalen Verfassung der einzelnen Protagonisten. Die auf die Mobilmachung 1914 folgende kollektive Kriegsbegeisterung und Faszination, aber auch die Sinnlosigkeit und Grausamkeit des Krieges sowie die zunehmende Ernüchterung werden thematisiert.

Als Ergänzung zu den zweidimensionalen Schrift- und Bildzeugnissen bildet die Alltagskultur den zweiten Eckpfeiler der Ausstellung: Die Auswahl der teils noch nie gezeigten Exponate aus Museums- und Privatbesitz reicht von Zimmerdenkmalen gefallener Soldaten über Schreibutensilien und Porzellan mit militärischen Motiven und Parolen bis hin zu selbstgefertigten Kriegsandenken, Devotionalien, Kinderspielzeug, Reservistenbildern mit Kaiserporträt sowie Durchhalteparolen.

Die Zeugnisse der Alltagskultur verdeutlichen, in welchem Maße die Gesellschaft vor und nach dem Ersten Weltkrieg von militärischen Leitbildern bestimmt wurde, und hilft so beim Verstehen der verhängnisvollen historischen Entwicklung, die später in den Zweiten Weltkrieg mündete. Die Ausstellung richtet sich daher auch an Schulklassen, für die auf Anfrage eine museumspädagogische Führung gebucht werden kann.

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