Erkelenz - Bauverein Erkelenz will Vermieter-Image ablegen

Bauverein Erkelenz will Vermieter-Image ablegen

Von: hewi
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Zur 111. Mitgliederversammlung hatte der Bauverein Erkelenz ins Foyer der Stadthalle geladen. Foto: Wichlatz

Erkelenz. Zur 111. Mitgliederversammlung hatte der Bauverein Erkelenz ins Foyer der Stadthalle geladen, wo der Vorstandsvorsitzende Roland Hager die Mitglieder begrüßte. Als genossenschaftliches Wohnungsbauunternehmen sehe es der Bauverein als seine Aufgabe an, „die Wohn- und Lebensqualität unserer Mitglieder beständig aufzuwerten“. Und das schon seit 111 Jahren.

„Das Image des Vermieters legen wir ab, ein Dienstleister und Wohnpartner wollen wir sein“, erklärte Hager.

Zwar habe der Bauverein im Laufe seines Bestehens sein Anlage- und Umlaufvermögen kontinuierlich auf nunmehr über 11,8 Millionen Euro erhöht, doch sei der wirtschaftliche Erfolg nur ein Aspekt.

Die Steigerung des Vermögens sei nur ein Mehrwert des Bauvereins, aber es gebe noch viele andere Mehrwerte, die für die Mitglieder, die fast alle auch Mieter sind, erhebliche Vorteile bieten. Zum Teil seien sie sogar satzungsmäßig geregelt, wie etwa das lebenslange Wohnrecht, das mit einer Mitgliedschaft erworben werde. Wichtige Aspekte seien auch die bezahlbar bleibende Miete, die energetische Sanierung im Bestand, die Verbesserung des Angebotes an barrierefreien Wohnungen.

Die Verbundenheit des Bauvereins zu Land und Leuten zeigt sich auch darin, dass die Baugenossenschaft nun auch Mitglied des Heimatvereins ist. Dadurch können Mitglieder des Bauvereins die Vergünstigungen in Anspruch nehmen, die der Heimatverein seinen Mitgliedern einräumt. Das gelte für Wanderungen ebenso wie für Fahrten und die anderen Aktivitäten des Heimatvereins.

Ein gemeinsames Bindeglied zwischen den beiden Vereinen sei Anton Raky, betonte Hager. „Für uns war er der Impulsgeber für die Gründung im Jahre 1903 und für den Heimatverein sind sein Engagement als Mäzen und Förderer des kulturellen Lebens in Erkelenz bedeutungsvoll“, erklärte er.

Günther Merkens, der Vorsitzende des Heimatvereins der Erkelenzer Lande, überreichte eine Urkunde an Vorstand und Aufsichtsrat des Bauvereins und informierte anschließend über die Aufgaben und Ziele des Vereins, der viele Facetten des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens in Erkelenz abdeckt und der damit seinen Mitgliedern auch erhebliche Mehrwerte liefert.

Für die Zahlen zeichnete bei der Mitgliederversammlung des Bauvereins der Geschäftsführer Norbert Schnitzler verantwortlich. So bewirtschaftete die Genossenschaft am 31. Dezember des vergangenen Jahres 66 Häuser, davon 62 eigene Häuser mit 236 Wohnungen, acht Gewerbeeinheiten sowie einige Garagen und Stellplätze.

Das langfristig zur Verfügung stehende Eigenkapital der Genossenschaft belief sich Ende 2013 auf über 3,2 Miollionen Euro. Es wurde ein Jahresüberschuss von 63.218 Euro erzielt. Der Bilanzgewinn beträgt 132.189 Euro. Er wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig der Bauerneuerungsrücklage zugewiesen.

Einstimmig erfolgte auch die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Vorsitzende Eva Schwarz wurde im Amt bestätigt. In Vertretung von Bürgermeister Peter Jansen hatte Sandra Schürger, Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung, den entsprechenden Antrag gestellt. Die vorgetragenen Berichte und die belegten Zahlen bewiesen eindrucksvoll, dass der Bauverein Erkelenz gute Arbeit für die Mieter, die Mitglieder und damit auch für die Stadt leiste und es deshalb keinen Grund gebe, die Entlastung zu verweigern.

Im Prinzip verfolge der Bauverein das, was der Heimatverein als seinen Wahlspruch ausgibt: „Tradition mit Weitblick“.

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