Azubi-Messe Erkelenz: Den Schülern etwas bieten

Von: Helmut Wichlatz
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Auf der Azubi-Messe am Donnerstag in der Erkelenzer Stadthalle konnten die meist jugendlichen Besucher auch experimentieren und Werzeuge ausprobieren. Fotos (2): Koenigs Foto: Koenigs
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Das Organisationsteam der Azubi-Messe um Sandra Schürger (2.v.l), Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing.

Erkelenz. In Erkelenz präsentierten sich am Donnerstag rund 25 Aussteller aus verschiedenen Berufen in der Stadthalle bei der vierten Azubi-Messe. Neben vielen Industrie- und Büroberufen waren erstmals auch die Kreishandwerkskammer und die Kreisinnungen vertreten.

Sandra Schürger vom Referat für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing der Stadt Erkelenz, die mit ihrem Team die Azubi-Messe organisiert hat, zeigte sich beim Rundgang durch die Halle zufrieden. „Die Betriebe haben verstanden, dass sie offensiv auf die jungen Leute zugehen müssen“, erklärte sie. „Die Schüler wollen etwas geboten bekommen, wenn ihr Interesse geweckt werden soll.“ Und so gab es an den meisten Ständen neben Infotafeln auch Filme zu besichtigen, Zudem standen gleichaltrige Auszubildende im Einsatz, die ganz praktisch von ihrem Job berichten konnten.

Mit Blick auf den demografischen Wandel müssen sich die Unternehmen schon etwas einfallen lassen, um einen der begehrten Schulabgänger für eine Ausbildung zu gewinnen.

Das wusste auch Achim Heldens vom Erkelenzer Maschinenbauer Hegenscheidt. „Für uns sind Schulabgänger von Hauptschule bis Gymnasium interessant“, betonte er. Das Unternehmen setzt auf eine eigene Ausbildung und darauf, die Azubis nach der Ausbildung im Unternehmen halten zu können. Denn Fachkräfte sind begehrt und mittlerweile Mangelware. Vorteilhaft sei ein Praktikum, bevor man sich um einen Ausbildungsplatz bewirbt. „So kann man frühzeitig testen, ob der Beruf zu einem passt“, sagte Heldens.

Rund 30 Praktikumsplätze werden pro Jahr angeboten. Auf eine Stelle kommen bis zu zehn Bewerber.

Hauptkommissar Andreas Grunert informierte über die Karrierechancen bei der Polizei. Landesweit sind für das kommende Jahr 1477 Stellen zu besetzen, auf die sich über 5000 junge Leute bewerben. Wer zur Polizei will, muss jedoch schon mindestens die Fachhochschulreife aufweisen und einen mehrtägigen Eignungstest absolvieren, erklärte Grunert. Dabei werde die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit geprüft.

Aus dem Kreisgebiet bewerben sich jedes Jahr rund 30 Interessenten. Vor ihnen liegt im Falle einer Eignung ein dreijähriges duales Studium an der Fachhochschule, wie der Einstellungsberater betonte. „Die Anwärter lernen neben den Gesetzen vor allem auch den Umgang mit Menschen“, fasste er zusammen. „Daher ist es wichtig, dass sie auf andere zugehen und sich auch in ihre Situation hineinversetzen können.“ Dabei gehe es neben den fachlichen theoretischen Kenntnissen auch um den praktischen Polizeidienst – sprich „Streife fahren“.

Die Ausbildung beginnt im kommenden Jahr am 1. September. Bewerben kann man sich ab dem 4. Juni vier Monate lang.

Ein paar Stände weiter stand Anja Nathues. Sie ist die Nachwuchsbeauftragte der NRW-Landwirtschaftskammer. Bei ihr konnten sich die Besucher gleich über elf verschiedene Ausbildungsberufe in der Landwirtschaft informieren.

„Viele Besucher wissen nicht, wie vielseitig die Landwirtschaft ist“, betonte sie. Der Beruf des Landwirts werde allgemein noch sehr unterschätzt. Auch Sendungen wie „Bauer sucht Frau“ seien für den Beruf eher schädlich. „Was da vorgeführt wird, ist eher exotisch und hat mit dem Beruf an sich nichts zu tun.“

Neben den Berufsinfos konnte man aber auch die Bewerbungsunterlagen checken und fürs alles entscheidende Bewerbungsgespräch coachen lassen – oder einfach beim Kaffee mit dem potenziellen Chef ins lockere Gespräch kommen.

Weitere Informationen über die Aussteller der Azubi-Messe finden sich auf der Homepage der Stadt Erkelenz unter www.erkelenz.de.

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