Lüttich - Axtmörder verliert seinen Anwalt

Axtmörder verliert seinen Anwalt

Von: dpa
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Der wegen dreifachen Mordes in Belgien angeklagte Deutsche Bruno W. verliert seinen Anwalt. Der bereits selbst verurteilte Lütticher Jurist legte sein Mandat am Dienstag nieder. Foto: dpa

Lüttich. Der wegen dreifachen Mordes in Belgien angeklagte Deutsche Bruno W. verliert seinen Anwalt. Der bereits selbst verurteilte Lütticher Jurist legte sein Mandat am Dienstag nieder.

Der Anwalt soll laut Medienberichten nicht mehr an Fällen arbeiten, bei denen Pädophilie im Spiel ist: Er selbst wurde wegen Besitzes von kinderpornografischen Materials verurteilt. Im Prozess gegen seinen aktuellen Mandanten wurde bekannt, dass dieser seine behinderte Tochter offenbar sexuell berührt hat.

Der Jurist beugt sich damit nach anfänglicher Weigerung einer Weisung der Lütticher Anwaltskammer, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Er selbst ist gegen seine Verurteilung wegen Besitzes von Kinderpornografie in Berufung gegangen.

Seinem Mandanten bleibt als zweiter Verteidiger der belgische Staranwalt Xavier Magnée. Magnée hatte schon den Mädchenmörder Marc Dutroux verteidigt.

Der Angeklagte ist ein 62-jähriger Mann aus Gangelt (Kreis Heinsberg), der seit Jahrzehnten mit seiner Familie in Belgien lebte. Er gibt zu, im Oktober 2007 Sohn, Frau und Tochter mit einer Axt erschlagen zu haben.

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