Selfkant-Tüddern - Aufschlag zur Tenniskarriere in den USA

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Aufschlag zur Tenniskarriere in den USA

Von: dawin
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Hübsch, kraftvoll und dynamisch: Dalina Dahlmans geht jetzt für die UNM University in Albuquerque an den Start.
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Bürgermeister Herbert Corsten gab Dalina Dahlmans einen „Selfie“, das Symbolmännchen der Gemeinde Selfkant, als Maskottchen mit auf den Weg in die USA. Foto: dawin

Selfkant-Tüddern. Das Glück liegt jenseits des großen Teichs. Dalina Dahlmans aus Selfkant-Hillensberg gehört zu den wenigen Auserwählten, die im amerikanischen Profi-Tennis-Spektakel mitspielen dürfen. In diesen Tagen startete sie in einen neuen, einen privat wie sportlich abenteuerlichen Lebensabschnitt.

Mit Racket und einem Stipendium im Reisegepäck. Für vier Jahre. Mit dabei ist auch das Stoffmännchen „Selfie“, die flauschige Erinnerung an den Selfkant; diese überreichte Bürgermeister Herbert Corsten der jungen Tennisdame vor ihrem Abflug.

Herausforderung in der Ferne

In der Grenzregion hat die 19-Jährige schon viele sportliche Erfolge vorzuweisen. Und so faszinierte sie auch die Herausforderung in der Ferne. „Seit meinem 16. Lebensjahr ist es mein Traum, in den USA Tennis zu spielen und gleichzeitig zu studieren“, freut sich Dalina Dahlmans über die verlockenden Perspektiven auf dem Center Court und im College. Dabei brauchte sie sich nicht einmal großartig für den Aufenthalt zu bewerben, ihr Talent hatte sich offensichtlich, in Zeiten von YouTube und Skype ohnehin, schon früh in den Vereinigten Staaten rumgesprochen. „Erste Anfragen von Coaches bekam ich bereits vor drei Jahren. Ein Coach von einem College in Texas hat mich 2011 besucht und versucht, mich für sein Team zu gewinnen“, erinnert sich Dalina. Doch die Hillensbergerin, deren sportliche Heimat der TC Selfkant Westerheide ist, entschied sich, zunächst in diesem Sommer das Abitur zu machen, „um ein sicheres Standbein zu haben“.

Seit dem Frühjahr hagelt es regelrecht Bewerbungen, rund 50 Universitäten – von der Ost- bis zur Westküste der USA – haben im Selfkant nachgefragt. „Ich hatte die Qual der Wahl“, umschreibt Dalina Dahlmans die für sie schmeichelhafte Situation. Aber sie hatte ihre eigenen Kriterien, die ihr bei der Entscheidung halfen: „Wichtig für mich ist, dass ich in der Division I, der höchsten USA-Klasse, spielen kann, Psychologie studieren kann, und dass dort immer schönes Wetter ist.“ Und so führt der Weg vom Westzipfel in den südlichen US-Bundesstaat New Mexico, an die UNM University in Albuquerque, einer Stadt mit rund einer halben Million Einwohnern. Seit Wochen besteht schon per Skype Kontakt mit den neuen Coaches.

Dass auch unter amerikanischer Sonne die Bäume nicht ohne eigenes Zutun in den Himmel wachsen, weiß die 19-Jährige. Die Anforderungen in Studium und Sport, die auf die Tennisspielerin zukommen, sind schon gewaltig. Sie hat im vergangenen halben Jahr neben den Abiturprüfungen zwei zusätzliche Englischtests machen müssen, die für das Stipendium verpflichtend und mit guter Punktzahl abzuschließen waren. An der UNM Uni erwartet sie in einem internationalen Team an sechs Tagen in der Woche ein prall gefülltes Trainingsprogramm, in Einzelturnieren wird die Tennisdame aus dem Selfkant dann ihre Klasse unter Beweis stellen müssen, und ab Januar, wenn die Mannschaftsspiele in unterschiedlichen Staaten anstehen, kommt der Tennis-Zirkus richtig in Bewegung. Im November schlägt die Selfkänterin an ganz prominenter Stelle in New York auf: Nach den US Open im Flushing Meadows Park wird ihr College dort um Sieg und Punkt kämpfen.

Es erfüllt Dalina Dahlmans schon mit Stolz, dass sie in den nächsten vier Jahren in der sogenannten Mountain West Division I, der höchsten US-Tennisklasse mit 25 College-Teams, spielen wird. „Das ist so was wie die Fußball-Bundesliga“, veranschaulicht die 19-Jährige die Bedeutung ihres sportlichen Engagements. Und die Talente werden dabei auch in aller Herren Länder für die Division I rekrutiert. Das lässt sich der amerikanische Initiator des Sport-/Studium-Aufenthaltes einiges kosten. Das stattliche Stipendium wird je zur Hälfte fürs Tennis und fürs Studium eingesetzt.

Vier Jahre. Die will Dalina Dahlmans nutzen, um die Tenniswelt zu genießen, aber auch um Erfahrungen und Kraft für das spätere Leben zu sammeln. Es geht nicht nur um den Sport, der im Moment mehr als nur die wichtigste Nebensache ist, es geht auch um die berufliche Zukunft: „Ich will mit einem Bachelor in Psychologie nach Hause kommen.“

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