Heinsberg - „Auf ein Wort mit...“: Andreas Müller nimmt kein Blatt vor den Mund

„Auf ein Wort mit...“: Andreas Müller nimmt kein Blatt vor den Mund

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Heinsberg. Der engagierte Berliner Jugendrichter Andreas Müller war ein langjähriger Freund von Kirsten Heisig, der bundesweit bekannten Jugendrichterin aus Neukölln, die vor drei Jahren den Freitod suchte. Viele seiner Urteile sind legendär und ungewöhnlich kreativ, einige hatten landesweite Signalwirkung.

Seit über zehn Jahren wird Müller immer wieder in den Medien als Experte zum Thema Jugendstrafrecht befragt. In Heinsberg stellt er sich nun in unserer Gesprächsreihe „Auf ein Wort mit...“ den Fragen von Rainer Herwartz, Leiter der Lokalredaktion unserer Zeitung.

Im Jugendstrafrecht wird weiter eingespart. Das sogenannte „Neuköllner-Modell“ gerate in Vergessenheit, gleichzeitig wür- den die jugendlichen Intensivtäter immer brutaler. Drei Jahre nach dem Freitod seiner Kollegin Kirsten Heisig zieht Andreas Müller Bilanz. In seinem Buch „Schluss mit der Sozial-Romantik“ erklärt Müller, warum er statt Jugendrichter eigentlich Erziehungsrichter sein müsste, was er vom „Warnschussarrest“ hält, wie er mit Intensivtätern umgeht und warum er die „Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfe“ für eine „Bastion der linken Sozialromantik“ hält.

Cannabis kein Drama

Andreas Müller nimmt kein Blatt vor den Mund. Er berichtet von den schwierigsten Fällen seines Berufsalltags, sagt der rechten Szene den Kampf an und erklärt, warum die Legalisierung von Cannabis kein Drama für den deutschen Rechtsstaat wäre. „Am liebsten wäre mir“, ist er überzeugt, ich schaffe mich selbst ab.“

Am Dienstag, 24. Januar, ab 20 Uhr, wird auch das Publikum in der Heinsberger Buchhandlung Gollenstede, Hochstraße 127, wieder die Gelegenheit erhalten, Andreas Müller zu befragen. Karten gibt es in der Buchhandlung und allen bekannten Vorverkaufsshops unserer Zeitung.

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