Erkelenz - Arzt aus Erkelenz stirbt im Kugelhagel

Arzt aus Erkelenz stirbt im Kugelhagel

Von: disch/hku
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leiche immerath
Tod auf offenem Feld: Die Spurensicherung untersucht den Fundort der Leiche des Augenarztes Udo Schmitz auf einem Acker bei Immerath.

Erkelenz. Grausames Verbrechen im Kreis Heinsberg: Bei Immerath ist ein 51-jähriger Arzt aus Erkelenz auf brutale Art und Weise getötet worden. Das Opfer wurde erschossen. Die Leiche war von mehr als einem Dutzend Schüsse regelrecht durchsiebt.

Aus Ermittlungskreisen hieß es, die meisten Schüsse seien auf die Leistengegend abgegeben worden. Deshalb gehen die Fahnder derzeit von einer Beziehungstat aus.

Spaziergänger fanden die Leiche am Samstagnachmittag an einem Feldweg nahe Immerath, einem Ortsteil von Erkelenz. Wie die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach und die Mordkommission Aachen am Sonntag nach der Obduktion der Leiche in der Düsseldorfer Rechtsmedizin mitteilten, seien Schussverletzungen die Todesursache gewesen. Zwar wurden keine Angaben dazu gemacht, wie viele Schusswunden die Leiche aufwies, allerdings wollte die Staatsanwaltschaft nicht dementieren, dass es sich um mehr als ein Dutzend Einschüsse gehandelt habe.

Keine heiße Spur

Die Suche nach dem Täter oder den Tätern laufe auf Hochtouren. Es gebe allerdings keine heiße Spur, sagte der Pressesprecher der Polizei im Kreis Heinsberg, Karl-Heinz Frenken, auf Anfrage unserer Zeitung.

Gegen 16.05 Uhr hatten Spaziergänger am Samstag in den Feldern unmittelbar an der Grenze zum Kreis Düren den grausigen Fund gemacht. Sie entdeckten eine mit Schnee bedeckte, leblose Person und alarmierten sofort Rettungsdienst und Polizei. Der Notarzt konnte dem Mann jedoch nicht mehr helfen, sondern nur noch dessen Tod feststellen.

Für die Polizei stand rasch fest, dass es vermutlich ein Tötungsdelikt handeln würde. Beamte der Erkelenzer Wache sicherten die Einsatzstelle ab. Die Mordkommission aus Aachen rückte umgehend an.

Nach unbestätigten Informationen sollen zahlreiche Patronenhülsen gefunden worden sein. Die Leiche soll etliche Einschusslöcher aufweisen. Der Polizeisprecher wollte lediglich bestätigen, dass der Fundort wahrscheinlich auch der Tatort sei - ohne aber Details zu nennen.

Die Freiwillige Feuerwehr leuchtete am Abend mit Hilfe der Drehleiter die gespenstige Szenerie aus. Die Spurensicherung sei „absolut schwierig” gewesen, berichtete der Polizeisprecher. Unter einem Zelt wurden von den Experten die Spuren unmittelbar an der Leiche gesichert. Da das Opfer einen Ausweis mit sich führte, konnten die Beamten der Mordkommission noch in der Nacht zumindest die Identität des Toten klären. Bis etwa 23 Uhr liefen die Ermittlungen vor Ort zunächst. Über Nacht blieb das Gebiet aber von Polizeikräften abgesperrt, denn am nächsten Morgen wurde die Spurensicherung fortgesetzt.

Für die Ermittler ist es noch völlig rätselhaft, warum der Mann sich dort auf dem Wirtschaftsweg aufgehalten hat.

Ermittler bitten dringend um Zeugenhinweise

Dringend suchen die Ermittler Zeugen, die am Samstag vor 16.05Uhr auf dem Wirtschaftsweg parallel zur Landstraße 19 oder in der Nähe verdächtige Beobachtungen gemacht haben.

Hinweise, die zur Aufklärung dieses Tötungsdelikts beitragen könnten, werden erbeten an die Mordkommission Aachen, die zurzeit bei der Polizei im Kreis Heinsberg unter 02452/9200 erreichbar ist.

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