Arbeitskreis Hückelhoven erinnert an den Herbst 1944

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Hückelhoven. Mit den Ereignissen vor 70 Jahren befassten sich die Mitglieder des Arbeitskreises (AK) Hückelhoven im Heimatverein der Erkelenzer Lande bei ihrer jüngsten Zusammenkunft im Hotel Doverener Mühle.

Der Zweite Weltkrieg erreichte im Herbst/Winter das heutige Stadtgebiet Hückelhoven, das ab September 1944 hatte „geräumt“ werden müssen.

Die Einwohner des Grenzraums wurden in Richtung Osten evakuiert, ins Bergische Land, nach Thüringen, Sachsen-Anhalt und auch nach Niedersachsen.

Einige der Teilnehmer am AK-Treffen konnten noch aus eigener Anschauung über die Ereignisse berichten. Dokumentiert ist die Zeit für Hilfarth in einem Buch von Hans Rolfs für den Arbeitskreis Geschichte der Rurtal-Korbmacher „Hilfarth in der Hauptkampflinie Rurfront 1944 und 1945“. Die Amerikaner erreichten demnach die Rurbrücke Hilfarth/Hückelhoven am 26. Februar 1945.

Mit den Folgen des Zweiten Weltkriegs befassten sich umfangreiche Recherchen, die das AK-Mitglied Hubertus Neumann aus Ratheim zu einem tragischen Ereignis am 20. November 1953 in der Ratheimer Mühlenstraße angestellt hatte.

Im ausgetrockneten Weiher der Ratheimer Mühle hatten insgesamt fünf Jungen mit einer dort aufgefundenen Stabmine, einem Berührungs-Sprengkörper in Stabform aus dem Zweiten Weltkrieg, gespielt. Zwei der Jungen, ein 13- und ein Zehnjähriger, wurden tödlich verletzt, die drei anderen erlitten schwere Verletzungen. Ein weiterer Spielkamerad (10) wurde Augenzeuge der Katastrophe, nachdem er die anderen gewarnt hatte, mit der Mine zu spielen, und sich dann entfernt hatte.

Die Mine hatte sichtbar im Wasser des Mühlenweihers gelegen, nach dessen Verlandung und Verschlammung 1952 war sie wohl im Schlick verborgen – bis die Jungen sie fanden.

Sehr rege zeigt sich auch die Arbeitsgruppe „Archäologie“, die mit ihrem Leiter Heinz Everts beim Rheinischen Amt für Bodendenkmalpflege eine „Grundausbildung“ in Sachen Begehung und Behandlung von Fundstätten absolvierte und sich für die Zukunft Wanderungen zu den besonderen Stätten im Stadtgebiet vorgenommen hat.

AK-Leiter Willi Spichartz konnte berichten, dass Peter Lenzen vom Arbeitskreis Radwandern nach der Schlösser- und Burgentour für 2015 eine neue Hückelhoven-Radtour ausarbeitet.

Gut angenommen waren auch die Nachtwächterführungen und die Führungen in der Hückelhovener Innenstadt, die von Gerda Boisten und Gertrudis Cörrenzig geleitet werden.

Die nächste Zusammenkunft des AK Hückelhoven wird am 9. März 2015 voraussichtlich in Ratheim stattfinden.

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