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Appetit auf Mathe und Naturwissenschaften geweckt

Von: Tim Habicht
Letzte Aktualisierung:
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Mehr als ein Spielzeug: Beim Roboterwettbewerb an der RWTH Aachen hatte das Cusanus-Gymnasium die Nase vorne. Foto: Andreas Herrmann

Erkelenz/Aachen. Mit gezielten Bewegungen sausen die kleinen Lego-Roboter der Teams aus Erkelenz und Lindlar über die Spielfläche. Dort erledigen sie gekonnt verschiedene Aufgaben. Die Spannung ist groß im Finale zwischen den beiden Schulen.

Wer hat seinen Roboter im Vorfeld besser programmiert? Wer holt sich den Sieg in der Regionalausscheidung des zdi-Roboterwettbewerbs an der Aachener RWTH? Mit großen Emotionen stehen die Schülerinnen und Schüler am Rand des Spielfeldes und verfolgen die Leistung ihrer Roboter. Das Cusanus-Gymnasium aus Erkelenz gewinnt letzten Endes mit großem Vorsprung.

Der Wettbewerb ist einer von 14 Regionalausscheidungen in Nordrhein-Westfalen. Insgesamt rund 1000 Schülerinnen und Schüler, in 170 Teams organisiert, nehmen daran teil. Organisiert wird die Veranstaltung durch das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW und die Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation (zdi). Der Wettbewerb ist der größte landesweite Lego-Roboterwettbewerb in Europa. Im Vorfeld müssen die Teams, in der Kategorie Robot-Game als gemischte Mannschaften antretend, ihren eigens zusammengebauten Lego-Roboter so programmieren, dass er bestimmte Aufgaben auf dem Parcours löst. Gegenstände von A nach B transportieren oder eine Wippe überqueren beispielsweise. Für die Erfüllung der unterschiedlichen Aufgaben gibt es Punkte. Wer am Ende einer Runde, die stets im eins-gegen-eins entschieden wird, die meisten Punkte gesammelt hat, gewinnt das Duell.

Rainer Hagedorn, Koordinator des zdi-Projektes, weiß vom Erfolg des Wettbewerbes: „Die Kinder finden das richtig toll hier. Inzwischen haben wir sogar einen Mädchenanteil von 35 Prozent. Zuerst waren die Mädels etwas zurückhaltend, doch als sie erst einmal dabei waren, waren auch sie begeistert.“ Tatsächlich sorgt der Roboterwettbewerb für Begeisterung und Spannung bei den Schülerinnen und Schülern. Die Kinder befassen sich im Rahmen des Wettbewerbs auch in Schul-AGs oder sogar extra Roboter-Programmier-Kursen mit der Thematik. Die oftmals als trocken gesehen naturwissenschaftlichen Fächer werden den Kindern anhand der Roboter-Programmierung auf spielerische Art näher gebracht und vor allem schmackhaft gemacht.

Turgay Cömlek vom Cusanus-Gymnasium aus Erkelenz gehört zum Siegerteam. Seine Mannschaft, das Team Roborockets, gewann mit großem Abstand im Finale gegen die Realschule Lindlar, die als Team Realstars antraten: „Es steckt viel Arbeit in diesen Robotern. Wir hätten nicht gedacht, dass es so gut für uns laufen würde. Uns allen macht das Projekt aber richtig viel Spaß. Man sieht, wie sich sein Roboter nach und nach weiterentwickelt. Und auch als Team sind wir näher zusammengerückt.“ Jetzt geht es für die Roborockets und Turgay, der die achte Klasse besucht, zum NRW-Finale nach Mülheim an der Ruhr. Dort wird der NRW-Sieger ausgespielt. Allerdings hat sich das Team aus Erkelenz durch den Sieg in Aachen bereits für die First Lego League qualifiziert. Dieser Wettbewerb findet auf internationalem Parkett statt. Natürlich wollen die Roborocktes auch dort gewinnen. „Aber bis dahin haben wir noch viel Arbeit vor uns“, sagt Turgay.

Die besten Schulen

1. Cusanus-Gymnasium Erkelenz, Team Roborockets; 2. Realschule Lindlar, Team Realstars; 3. Friedrich-Ebert-Realschule Hürth, Team FER-Robots; 4. Kaplan Kellermann Realschule Euskirchen, Team Robotniks; 5. Carl-Reuther Berufskolleg Hennef, Team Silent Legends; 6. Königin-Luise-Schule Köln, Team Positronic brainiacs; 7. Kreisgymnasium Heinsberg, Team KGH NXT2013; 8. Gesamtschule Eschweiler, Team Hero Wully; 9. Gesamtschule Eschweiler, Team BlackPower; 10. Arthur-Koepchen-Realschule Pulheim, Team Robonauten; 11. Carl-Reuther Berufskolleg Hennef, Team CRBK I; 12. Kreisgymnasium Heinsberg, Team KGH ante portas.

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