Hückelhoven - Antrag: Muslimischer Verein soll Fragen beantworten

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Antrag: Muslimischer Verein soll Fragen beantworten

Von: hewi
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Hückelhoven. Der muslimische Integrations- und Bildungsverein (IBV) der Gemeinde in Hückelhoven hat einen Antrag auf Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe gestellt. Der Bildungsverein war Anfang des Jahres dem Verband Islamischer Kulturzentren (VIKZ) beigetreten.

Der Antrag stammt schon aus dem Jahr 2012 und wurde vom Jugendamt intensiv bearbeitet und vorbereitet.

„Der Verein bietet den Menschen islamischen Glaubens soziale, kulturelle sowie religiöse Dienste an und ist tätig in den Bereichen der Jugendförderung, der Bildung und Erziehung“, präzisierte die Verwaltung nun im Jugendhilfeausschuss, der über den Antrag entscheiden sollte. In der Vorlage wurde der Verein detailliert vorgestellt und seine Ziele und bisherigen Aktivitäten dargestellt. Dazu gehört auch der Integrationspreis, den der Verein seit einigen Jahren vergibt. Zu den Angeboten des Vereins gehören Hausaufgabenbetreuung, Ferienspiele, Besuche im Landtag und in Museen. Auch die Beratung von Familien bei sozialen oder rechtlichen Problemen gehört zu den Aufgaben des IBV. Der Beschlussvorschlag lautete auf Anerkennung als Träger der freien Jugendhilfe.

Damit wollten sich die Ausschussmitglieder nicht so recht zufrieden geben. In der Aussprache wurde dem Verein Abschottung vorgeworfen, was integrationshinderlich sei. Auch wurde das pädagogische Konzept der Trennung von Jungen und Mädchen hinterfragt. Eine Vermischung von religiöser Unterweisung und Jugendarbeit wurde kritisiert. Kämmerer Helmut Holländer betonte, die Verwaltung habe den Antrag eingehend geprüft und verwies darauf, dass Veranstaltungen mit religiösen Inhalten nicht bezuschusst würden, „auch kein Kommunionsunterricht“. Politische Bildungsarbeit, die der Verein durchaus leiste, werde hingegen unterstützt.

Noch Klärungsbedarf

Heinz-Josef Kreutzer (CDU) appellierte, dem Antrag zuzustimmen. „Wir müssen Integrationsmut zeigen“, sagte er und bezeichnete die Haltung des Ausschusses als „beschämend“. Herbert Hermann betonte dagegen, dass kritisches Hinterfragen Teil eines Meinungsbildungsprozesses sei. Wenn also Klärungsbedarf bestehe, müsse auch Abhilfe geleistet werden.

Der Ausschuss verständigte sich darauf, dass der IBV sich in der nächsten Sitzung ausführlich vorstellen und auch Fragen beantworten solle.

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