Erkelenz/Mönchengladbach - Anklage wegen Attacke mit einem Kochmesser

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Anklage wegen Attacke mit einem Kochmesser

Von: ha
Letzte Aktualisierung:

Erkelenz/Mönchengladbach. Sie wollten einer Bekannten helfen, die von ihrem Ex-Freund mit Anrufen belästigt worden sein soll. Dabei wurden Kevin F. und Steve Z. selbst zu Opfern einer gefährlichen Körperverletzung.

Weil der Angreifer Lukas W. (27) mit einem großen Kochmesser auf die beiden losgegangen sein soll, hatte das Amtsgericht Erkelenz, das den Fall zunächst verhandeln sollte, ihn ans Landgericht Mönchengladbach verwiesen.

Lukas W. und Helena H. haben gemeinsam zwei kleine Töchter. Helena H. hatte sich von dem Angeklagten getrennt, er soll aber immer wieder telefonischen Kontakt zu ihr gesucht haben. Am 28. November 2010 rief er wieder einmal an - und bekam Kevin F. ans Telefon. Laut Anklage soll er ihn aufgefordert haben, bei ihm vorbeizukommen, was F. gemeinsam mit Steve Z. später auch tat. Beim Öffnen der Wohnungstür soll W. direkt mit einem großen professionellen Kochmesser auf die beiden losgegangen sein. Beide wurden dabei verletzt. F. erlitt Schnittwunden an beiden Händen und eine Stichwunde an der Hüfte. Z. erwischte es an der linken Schläfe.

Als Richter Lothar Beckers dem Angeklagten das beschlagnahmte Messer zeigte, erkannte er es als seins wieder. Er habe es auch beim Öffnen der Tür in der Hand gehabt - weil er, obwohl es schon sehr spät am Abend war, gerade gekocht habe. Daran, dass er auf die beiden Männer vor der Tür losgegangen sein soll, will er sich nicht erinnern.

Sie hätten ihm vielmehr das Messer sofort entwunden. Es sei dann noch zu einem Gerangel auf dem Boden gekommen, bevor die Polizei eingetroffen sei. An mehr könne er sich nicht erinnern, er sei betrunken gewesen. Einen Atem-Alcotest hatten die Beamten durchgeführt, der spreche nicht für den Genuss von einer halben Flasche Whiskey und zwei Bier, hieß es im Gericht. Eine Blutprobe war nicht angeordnet worden.

Der Prozess wird am 18. Mai fortgesetzt.
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