Anfragen für Gewerbeansiedlungen in Erkelenz ungebrochen hoch

Von: kl
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Sandra Schürger meldet fast schon: „Ausverkauft“. Auch die vierte Erweiterung des Gewerbe- und Industrieparks Commerden in Erkelenz reicht nicht aus, alle Ansiedlungsinteressenten unterzubringen. Foto: Lehmkuhl

Erkelenz. Sandra Schürger ist eine gefragte Person. An die Leiterin des Amtes für Wirtschaftsförderung im Erkelenzer Rathaus wenden sich die vielen Interessenten aus Nah und Fern, die in Erkelenz eine Gewerbe- oder Industrieansiedlung planen.

„Trotz der Tatsache, dass Erkelenz in den gängigen Internetportalen keine Flächen im Gewerbe- und Industriepark Commerden zur direkten Ansiedlung anbieten konnte, gingen dennoch im vergangen Jahr rund 70 Anfragen bei der Stadt Erkelenz ein“, berichtet sie. Sie muss die Interessenten vertrösten oder ihnen von vornherein absagen.

So gab es zum Teil Anfragen wegen 20 bis 30 Hektar großer Flächen, etwa von einem Logistiker, der ein Zentrallager errichten wollte. „Da muss ich einfach passen“, bekennt Schürger. „So große Flächen sind derzeit in Erkelenz nicht vorhanden.“ Es ist ohnehin die Frage, ob derart große Ansiedlungen erstrebenswert sind. Entscheidend sei die Zahl der Arbeitsplätze; ein großer Flächenbedarf bedinge nicht zwangsläufig zugleich auch eine große Zahl von Mitarbeitern.

Aber auch bei kleineren Einheiten ist es für Ansiedlungswillige schwer, in Erkelenz einen Fuß in die Tür zu bekommen. Schon jetzt sind viele Grundstücke in der anstehenden Erweiterung des Gewerbe- und Industrieparks Commerden (Gipco) so gut wie verkauft. Bis Ende des Jahres will die Stadt Gipco IV auf den Weg gebracht haben.

Rund sechs Hektar Brutto-Fläche stehen dort zur Verfügung, beziehungsweise würden dort zur Verfügung stehen, wenn nicht schon vorher alle Flächen an den Unternehmer gebracht worden sind. „Wenn alle, die wollen, tatsächlich auch nach Erkelenz kommen, dann habe ich gerade noch 20.000 Quadratmeter als freie Fläche.“

Und danach? Dann werde sich die Stadtplanung Gedanken machen müssen, wo und wie es weitergehen wird. „Ich werde aber nicht an Arbeitsmangel leiden“, meint Schürger. Der Verkauf von unbebauten Grundstücken macht schließlich nur einen Teil ihrer Arbeit aus. Bestandspflege, so heißt das zweite, wichtige Betätigungsfeld.

„Es muss ein Ziel sein, leer stehende Gewerbeobjekte wieder mit Leben zu füllen“, meint die Wirtschaftsförderin, die zugleich darauf verweist, dass der Bestand an leeren Gebäuden „relativ gering“ sei im Vergleich zu anderen Kommunen.

Dennoch hat sie ein, zwei Sorgenkinder. Gemeint sind Gebäude und Hallen, die schon seit Jahren nicht mehr genutzt werden. „Aber ich kann nicht mehr, als Interessenten auf diese Gebäude hinzuweisen.“

Wenn es zum Scheitern der Verhandlungen zwischen einem Interessenten und einem privaten Eigentümer kommt, bleibt Schürger nichts anderes, als den nächsten Interessenten auf das Objekt aufmerksam zu machen.

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