Heinsberg - Andreas Bourani rockt Heinsberger Festival: „Auf uns!“

Andreas Bourani rockt Heinsberger Festival: „Auf uns!“

Von: Anna Petra Thomas
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Mit seinem WM-Hit „Auf uns“ suchte Andreas Bourani auf dem Heinsberger Markplatz nicht nur die Nähe des Publikums. Er sang sich regelrecht in ihre Herzen. Klar, dass da alle die Gelegenheit nutzten, sein Gesicht auf ihr eigenes Handy-Display zu bannen. Foto: Anna Petra Thomas
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Loona genoss den Kontakt zum Publikum, als sie im Bühnengraben noch geduldig Autogramme schrieb.
Mallorca Tim Toupet
Zu Gesang und Bewegung animierte Tim Toupet die Gäste der „Sause“ auf dem Markplatz.
Mallorca Mickie Krause
Mit alt bekannten, aber auch mit seinem neuen Hit war Mickie Krause der Star der Sause.

Heinsberg. Eine bunte Mischung aus Mallorca-Party am ersten Abend, ernsthaften Balladen und klassischem Rock am zweiten bot in diesem Jahr das Heinsberger Sommerfestival auf dem Marktplatz. Für jeden also etwas dabei, könnte man denken. Doch die Besucherzahlen blieben weit hinter den Erwartungen der Stadt als Veranstalter zurück.

1400 Fans von Partystimmung auf Mallorca kamen am ersten Abend, halb leer blieb der Markplatz mit gerade mal rund 700 locker aufgestellten Besuchern an Tag zwei.

Mallorquinisches Flair, gepaart mit brasilianischem Outfit, wehte dabei schon gleich zu Beginn der „Marktplatz-Sause“ am ersten Abend über die Bühne. So eroberte nicht nur Sängerin Loona die Bühne mit einem riesigen Federschmuck, wie man ihn aus dem Karneval in Rio kennt, sondern sie hatte auch noch zwei Tänzerinnen mitgebracht. Die Beleuchtung in Grün und Gelb machte die Szenerie perfekt, als sie ihren neuen Hit „Brazil“ anstimmte. In Heinsberg gefalle es ihr ganz gut, weil es so nah an Holland sei, erklärte die Niederländerin.

Dann lud sie Melanie Tillmanns auf die Bühne ein, die sie mit Schleier im Publikum entdeckt hatte. Die junge Orsbeckerin feierte auf dem Marktplatz mit ihren Freundinnen vor ihrer Hochzeit.

Lange gab Loona noch Autogramme, als schon Tim Toupet im Trikot der deutschen Nationalmannschaft die Bühne oder besser die Lautsprecherbox am Ende des Bühnengrabens erobert hatte. Und dort blieb er auch, ganz nah beim Publikum, das er vor allem mit seinem „Vater Abraham“ richtig in Bewegung brachte. „Wir werden die Argentinier von der Platte putzen!“, versprach er.

Dritter im Bunde der Partystars bei der Marktplatz-Sause war schließlich Mickie Krause. Sein neuer Hit „Geh mal Bier hol´n“ kamt da zu späterer Stunde ebenso gut an wie „Schatzi schenk mir ein Foto“ oder „Nur noch Schuhe an“. Seine weiblichen Fans zogen da sogar ihre Schuhe aus und streckten sie ihm mit seinem Namen auf den Sohlen entgegen. Von den „zehn nackten Frisösen“ wollte das Publikum in der Zugabe natürlich auch noch hören, aber da reichte es gerade mal für einen gesungenen Satz, denn Krause hatte am frühen Morgen noch einen Auftritt in Mainz.

Dass es nur ein kleines Publikum auf dem großen Platz war, das ihm am zweiten Festivaltag zujubelte, störte Andreas Bourani gar nicht. „Alle sind nervös, ich bin‘s auch“, gestand er mit Blick auf das bevorstehende WM-Endspiel. Er suchte nicht nur das Gespräch mit den Menschen vor sich auf der Bühne, sondern auch mit den „Zaungästen“ rundherum auf Balkonen und an geöffneten Fenstern. „Die hier unten haben den Eintritt bezahlt, ihr zahlt die Getränke“, scherzte er.

Als er dann zum Höhepunkt kam und sein von der ARD zum WM-Song auserkorenes „Auf uns“ zum Besten gab, hielt es ihn weder auf noch vor der Bühne. Bourani raste mitsamt Mikro und Gesang durchs Publikum, das ihn natürlich hautnah bejubeln und vor allem fotografieren konnte.

Manfred Manns Earthband war schon lang auf der Bühne, als Bourani dahinter noch knapp 300 Autogramme schrieb und sich geduldig ablichten ließ, wobei sich sogar die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes gerne als Fotografen engagierten.

„Trotz des schlechten Wetters war es eine super Stimmung“, befand Bourani im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ich hatte eine super Zeit.“ Die hatte auch das Publikum vor der Bühne mit Manfred Mann und seiner Earthband, vor allem, als sie in der Zugabe ihre verrockte Version der deutschen Nationalhymne zum Besten gab, eine tolle Überleitung zum Public Viewing, das mit dem Endspiel unter Beteiligung der deutschen Nationalmannschaft am Sonntagabend das Sommerfestival auf dem Marktplatz beenden sollte.

Zu der Frage, ob das Festival unter Berücksichtigung der mageren Zuschauerzahlen eine Fortsetzung findet, wollte sich Bürgermeister Wolfgang Dieder noch nicht äußern. Der Großteil der Gagen sei von den Sponsoren bestritten worden, erklärte er. „Ein Fragezeichen kann es erst dann geben, wenn wir Bilanz gezogen haben.“

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