Erkelenz - Am Bauxhof ohne Barriere im Alter wohnen

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Am Bauxhof ohne Barriere im Alter wohnen

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Zum Richtfest der Parkresidenz (Haus 1), hatte Architekt Ernst Storms die Mitglieder des runden Tisches, , die Eigentümer, als auch die künftigen Bewohner der 23 Wohneinheiten geladen. Foto: gp

Erkelenz. Nach langer Vorlaufzeit und der Suche nach einem geeigneten Standort wurde bei der Senioren-Parkresidenz am Bauxhof Richtfest gefeiert. Damit wird die Forderung des Runden Tisches in die Tat umgesetzt.

Mit dabei waren neben den beteiligten Handwerkern und dem Architekten Ernst Storms auch viele der zukünftigen Bewohner, die sich schon frühzeitig eine der 23 Wohnungen gesichert haben. Zwischen 60 und 110 Quadratmetern groß sind die Wohnungen, doch vor allem sind sie barrierefrei und ermöglichen es auch Menschen mit Handikap, möglichst selbständig und eigenverantwortlich zu leben.

Rund sechs Jahre dauerten die Planungen, bei denen Irmtraut Keusemann eine der treibenden Kräfte war. Schon früh hatte sie sich dem Runden Tisch angeschlossen und sich im Arbeitskreis „Wohnen im Alter“ engagiert, der genau diese Wohnform, wie sie am Bauxhof entsteht, in Erkelenz etablieren will.

In günstiger Lage und in Innenstadtnähe, mitten im Leben eben. So stellen sich die Investoren und zukünftigen Bewohner ihr Leben im Alter vor. Das Konzept kommt an: Nur noch eine Wohnung ist noch nicht vergeben, vermeldeten die Planer beim Richtfest.

Wie es mit dem Bau weitergeht, hängt natürlich vom Wetter ab. Optimistisch geschätzt könne im Sommer mit dem Einzug begonnen werden, lautete die Botschaft, nachdem Zimmermann Wolfgang Krahe den Richtspruch gesprochen und das Schnapsglas geworfen hatte, wie es der Brauch vorschreibt.

Aufgeteilt sind die Wohnungen auf zwei modernen Stadthäuser, in denen sich die Bewohner barrierefrei bewegen können. Damit es zu einem regen Austausch kommt, werden noch Pavillons als Treffpunkte gebaut. Irmtraut Keusemann hat aber noch weitere Ideen, mit denen sie dazu beitragen will, dass das Leben in der Residenz nicht trist und langweilig wird.

So sollen Infotafeln über interessante Termine informieren und zu gemeinsamen Aktivitäten einladen. Auch könne sie sich vorstellen, im nahen Kindergarten als Vorleserin mitzuarbeiten. Dass die Residenz in Erkelenz Modellcharakter hat, ist allen Beteiligten klar. Ein Bedarf sei auf jeden Fall gegeben.

Bedarf höher als das Angebot

„In Erkelenz gibt es zu wenige barrierefreie Wohnungen“, erklärte Keusemann im Rahmen des Richtfestes. Der Bedarf sei höher als das Angebot. Eine Tatsache, die als Auftrag zu sehen sei, ist sich Keusemann sicher. Sie selbst freut sich auf den Einzug. Die Arbeit an dem Thema geht aber weiter. Deshalb ist ein Besuch in einem ähnliche n Wohnprojekt in Düsseldorf geplant, wo man Erfahrungen austauschen und sich auch Tipps holen kann.

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