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Als Heinsberg in Trümmer sank: Ein Tag der Erinnerung

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Heinsberg. Vor genau 70 Jahren, am 16. November 1944, entluden um 15.30 Uhr alliierte Bomber ihre tödliche Fracht über Heinsberg und legten die Stadt in Schutt und Asche – der schwärzeste Tag in der Geschichte Heinsbergs. Das Gedenken an diese Tragödie fällt in diesem Jahr zusammen mit dem Volkstrauertag, mit dem jährlich an die Opfer von Krieg und Gewalt erinnert wird.

Für Helmut Hawinkels, Heinsberger Stadtführer, und den Ersten Beigeordneten der Stadt Heinsberg, Jakob Gerards, war diese Terminüberschneidung Anlass genug, über eine besondere Gestaltung des Volkstrauertages nachzudenken. Nach einem Treffen mit Propst Markus Bruns und den Pfarrern Sebastian Walde und Martin Jordan wurden erste Gedanken für ein Programm entwickelt.

Auf die traditionelle Gedenkfeier am Ehrenmal auf dem Ehren-friedhof wird verzichtet. Um 15.30 Uhr werden in St. Gangolf und in der Christuskirche die Glocken läuten und an das schreckliche Ereignis erinnern.

Mit einer Feier in der Christuskirche wird das Gedenken eröffnet. Schüler der Realschule Heinsberg werden aus dem Tagebuch von Propst Josef Gaspers lesen, der den Angriff selbst miterlebt hat.

Den musikalischen Rahmen bilden Schüler der Jugendmusikschule Heinsberg unter der Leitung von Theo Krings. Während der Feier werden Bilder der zerstörten Stadt gezeigt, die Willi Frenken, Autor des Buches „Als der Tod vom Himmel fiel“, zur Verfügung gestellt hat.

Nach der Gedenkstunde in der Christuskirche ziehen alle schweigend durch die Fußgängerzone und Apfelstraße zur Propsteikirche.

An dem von Arndt Frauenrath und Marlene Lentz initiierten Mahnmal vor dem Hauptportal werden die Namen der 52 Personen, die bei diesem Angriff in Heinsberg ums Leben gekommen sind, verlesen.

Die Schützenbruderschaft Heinsberg, die Freiwillige Feuerwehr Heinsberg, das Trommlercorps Heinsberg-Lieck und die weiteren Vereine und Institutionen aus dem Stadtgebiet werden der Feier beiwohnen.

Anschließend wird in der Propsteikirche St. Gangolf ein Friedensgebet gesprochen. Dieses Friedensgebet richtet sich in erster Linie an die aktuellen Kriegsereignisse weltweit.

Um 17 Uhr findet im Rahmen der Konzertreihe Musik in St. Gangolf ein Orgelkonzert mit Ulrich Peters statt. Auch dieses Konzert hat die Erinnerung an die Zerstörung Heinsbergs im 2. Weltkrieg zum Gegenstand. Der Kirchenmusiker und Konzertorganist Ulrich Peters widmet dieses Improvisationskonzert allen Opfern von Krieg, Gewalt und Unrecht. Die musikalischen Motive, Themen und Choräle orientieren sich dabei an klassischen Strukturen der Gebetsform und beinhalten zudem meditative Aspekte.

Der Eintritt zum Konzert ist frei. Eine Spende zu Gunsten der Musikreihe ist willkommen.

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