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„Almenrausch“: Echte und falsche Tanten stiften Chaos

Von: Anna Petra Thomas
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Mit ihrem lustigen „Hubbelebum“ und ihrer wechselnd farbig leuchtenden Kugel betätigte sich Lobelie (Gabi Pommerening), hier mit Emilie (Ute Staas) und Waldemar Specht (Peter Hanrath) als Wahrsagerin. Foto: Anna Petra Thomas

Wassenberg-Effeld. Gleich vier Tanten, drei falsche und eine echte, sorgten für jede Menge Wirbel bei der mittlerweile elften Aufführung des Effelder Laientheaters „Almenrausch“ auf der Bühne im Bürgerhaus am Martinusplatz.

Die elf Darsteller, die dieses Mal das Stück „Thommys tolle Tanten“ von Wilfried Reinehr in vier Akten auf die Bühne brachten, freuten sich dabei gleich an drei Abenden über volles Haus. Nicht nur sie, sondern auch viele zahlende Zuschauer, für die in den beiden Pausen auch noch ein Imbiss bereit stand, trugen so zu einem Erlös bei, der auch in diesem Jahr wieder dem Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe zukommen wird. Spielort des Stücks war das Wohnzimmer von Thommy Flitter (Heiko Holland-Moritz), der bei drei Schwestern zur Miete wohnte, einer ziemlich kratzbürstigen Amalie (Brigitte Nußbaum), der herrlich doof gespielten Emilie (Ute Staas) mit ihrem Liebling (Frank Virnich) und bei Lobelie (Gabi Pommerening), die sich mit ihrer Wahrsagerei an der mit farbigen LEDs bespickten Leuchtkugel und ihrem Zauberspruch „Hubbelebum“ in die Herzen der begeisterten Zuschauer spielte.

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Für herzliches Lachen im Saal sorgten aber auch immer wieder Thommys heimliche Mitbewohner Willibald (Toni Eyßen), heimlicher Dauertrinker, der seinen Nachschub sogar aus dem Sofakissen, der Bodenvase oder gar aus dem defekten Fernseher hervorholte.

Und dann war da Walter (Stefan Laprell), der nicht nur mit seinem Wischmopp per Du war, sondern seine „Nasensprache“ und seine Allüren über die gesamten dreieinhalb Stunden (!) des abendfüllenden Stücks perfekt durchhielt.

Sich die drei alten Schreckschrauben vom Hals zu halten, war die eine Aufgabe, die Thommy im Stück zu bewältigen hatte. Seinen Schwiegervater in spe, Brauereibesitzer Waldemar Specht (Peter Hanrath), mittels einer Tante von seinem korrekten Lebenswandel zu überzeugen, die andere. Dass es da für Thommys Freundin Susi Specht (Paula Schröders), die immer ihre etwas hinterher gebliebene Freundin Anne (Verena Schröders) im Schlepptau hatte, im Tantengewusel zu der einen oder anderen leicht falsch zu verstehenden Situation kam, blieb nicht mehr aus. Vor allem, wo sich auch Walter noch als solche verkleidete und plötzlich Thommys echte, noch ganz junge Tante Samantha Wilson (Katja Schmitz) aus England anreiste, die sich am Ende gar als uneheliche Tochter von Waldemar Specht entpuppte. Und mit ihr war auch noch die Bedingung des verstorbenen Onkels verknüpft, dass Thommy so lange ledig bleiben musste, bis die echte Tante wieder verheiratet war.

Doch am Ende war wie immer wieder alles gut. Bis auf Kratzbürste Amalie fanden sich alle zu Paaren zusammen.

Regisseur Willy Ritterbecks konnte zufrieden sein mit der schauspielerischen Leistung aller Darsteller, wenn in ihren Reihen auch Berti Hohnen schmerzlich vermisst wurde. War sie es doch, die dem Almenrausch-Theater mit ihrem Effelder Platt bisher immer so viel Lokalkolorit verpasst hatte.

Ein großes Dankeschön der Schauspieler ging auch an diesem Jahr an all die vielen Helfer im Hintergrund, darunter die beiden Souffleusen Heike Schmitz und Kornelia Thissen, an Techniker Jürgen Sonntag, an Heike Krause in der Maske und nicht zuletzt an die beiden Bühnenbauer Hans Hohnen und Theo Lehnen.

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