Abrocken auf dem Stoppelfeld unmittelbar an der Autobahn

Von: hewi
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Bis in den frühen Morgen feierte die Jugend während der diesjährigen Stoppelfeld Fete. Bei stimmungsvoller und heißer Musil ließ es sich diesmal wieder so richtig abrocken. Foto: Sommer

Erkelenz. Vor 32 Jahren begann es mit einem Lagerfeuer und ein paar Kisten Bier auf einem abgemähten Stoppelfeld bei Genehen. Mittlerweile ist aus der Stoppelfeldfete der Erkelenzer Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) ein fester Termin im sommerlichen Partykalender geworden.

Jedes Jahr werden rund 2000 Besucher aufs Feld gelockt, um in der Wagenburg mit dem Partyzelt in der Mitte zur Musik der belgischen Band „Wallstreet“ bis in die frühen Morgenstunden abzufeiern. Das ging allerdings erst, wenn man die exklusive Party-Location an der Autobahn gefunden hatte. Bislang war ein Feld bei Commerden der Austragungsort der Fete.

Doch dieses Jahr musste mal wieder umdisponiert werden, was immer mal passieren kann, denn nicht immer steht das entsprechende Feld zur Verfügung. Diesmal ist es aber eine dauerhafte Entscheidung, denn am ehemaligen Partytreff an der B 57 stehen jetzt die Bagger, um das Areal für die bevorstehenden Baumaßnahmen vorzubereiten. Der neue Platz war quasi gleich gegenüber, was aber nicht viel heißt, denn man musste den Weg erst einmal gefunden haben. Also fuhr das Partyvolk in Richtung Baal, am Kreisverkehr in Richtung Hetzerath, und dann fiel mit etwas Glück das Schild auf, das den richtigen Weg über Feldwege zum Stoppelfeld der Träume leitete. Ansonsten war Suchen angesagt.

Endlich angekommen, fielen sofort die vertrauenserweckenden Muskelmänner vom Sicherheitsdienst auf, die schon am Eingang latent-aggressive Präsenz zeigten. Sie gaben bestimmten männlichen Besuchern durch Blicke zu verstehen, dass sie jederzeit am eigenen Leibe erleben könnten, was im Fernsehen als „Für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet“ angekündigt wird.

Einmal drinnen angekommen, war alles wie gewohnt. Hier die Theke, da das Red-Bull-Segel mit den Drinks für die Damen, mittendrin das Zelt und die Mucke. Von der nahen Autobahn hinter dem Wall aus Hängern war kaum etwas zu hören.

Dafür von „Wallstreet“, für die die Stoppelfeldfete schon zum Heimspiel geworden ist. Das Publikum umfasste alle Altersklassen von „ganz jung“ bis „gestandene Stoppelfeldler“ und wurde nach dem Heimsieg der Borussen im Nordpark noch um einige feierfreudige Fohlenfans ergänzt. Der Vorteil der Stoppelfeldfete ist, dass man nicht schon am frühen Abend die Musik leiser drehen muss, damit auch weiterhin mit den Nachbarn klappt.

Der Nachteil ergibt sich daraus, dass, wenn man schweren Fußes am frühen Morgen den Heimweg antreten will, man noch oder wieder gut zu Fuß sein muss oder schon vorher einen Bekannten auserkoren hat, an dem Abend den Fahrer zu spielen.

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