Aachener Gospelchor lässt Füße wippen und Hände klatschen

Von: Monika Baltes
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Die Lokalmatadoren beet ‘n‘ berries und der Aachener Gospelchor Sound ‘n‘ Soul boten bei ihren Konzerten in der ausverkauften Aula des Hückelhovener Gymnasiums Musik vom Allerfeinsten. Foto: Lenz

Hückelhoven. Eine treue Fangemeinde hatte sich hier versammelt – das war vom ersten Augenblick an klar. Zum sechsten Mal hielt „Gospel meets unplugged“ Hof in der ausverkauften Hückelhovener Aula.

Die Musiker von „beets ’n’ berries“ und der Aachener Gospelchor „Sound ’n’ Soul“ wurden ungeduldig auf die Bühne applaudiert. Und von diesem Augenblick an war „Bewegung“ angesagt. Füße wippten und Hände klatschten im Takt der Musik und sogar „Tanzen fürs Publikum“ wurde von Norbert Winzen, dem Bandleader von beets’n’berries angedroht.

Mitreißendes Programm

Von ihm stammt die Idee zu den „Gospel meets unplugged“-Shows und gemeinsam mit seinen Bandkollegen und der „Sound ‘n’ Soul“-Chorleitung hatte er ein mitreißendes Programm erarbeitet. Faszinierende Gospels und frische unplugged-Versionen bekannter Pop- und Rocksongs wurden perfekt miteinander kombiniert.

Beets ’n’ berries traten in erweiterter Besetzung an. Zu der Stammbesetzung Natascha Wenrich (Gesang), Norbert Winzen (Gitarre, Gesang) und Ralf Hintzen (Keyboard, Akkordeon) gesellten sich Markus Rossbach (Bass, Gesang) und Bernd Birkmann (Cajon, Percussion), die seit 2008 immer wieder einmal die Band ergänzen und ganz neu Isa Latour (Violine). „Sie bringt den Altersdurchschnitt unserer Band wieder auf 19 Jahre“, versicherte Winzen. Die Band brachte erfolgreich die Atmosphäre und Lebendigkeit von Straßenmusik auf die Bühne und verpasste jedem Stück das beets-typische Akustik-Flair.

Ausstrahlung und Ausdruck

Der Gospelchor Sound’n’Soul besteht aus etwa 40 Sängerinnen und Sängern, überwiegend Studierende, unter der Leitung von Iris Lüpers, die von den Haarspitzen bis zu den Fußsohlen aus Musik zu bestehen scheint. Begleitet wird der Chor von Stephan Hellig (Klavier), Christof Ziegler (Bass) und Ralf „Heidy“ Heidbüchel (Schlagzeug). Der Chor erinnert in Ausstrahlung und Ausdruck an die berühmten afroamerikanischen Kirchen in den USA. Mit kraftvollen Stimmen und ganzem Körpereinsatz singen sie nicht nur Lieder, sie erzählen singend und gestenreich Geschichten.

Das Musikprogramm entpuppte sich als Streifzug durch die jüngere Musikgeschichte und reichte vom unverwüstlichen Always look on the bright side of life von Monthy Python über Money‘s too tight von Simply Red und Run von Leona Lewis bis zu Treasure von Bruno Mars. Der Gospelchor steuerte zudem eine Acapella-Version von Sweet fellowship bei und besonders stürmisch umjubelt wurde Walking in Memphis. Das wiederum freute Chorleiterin Lüpers sehr, denn „das war eine Uraufführung für unseren Chor“, fügte sie erklärend hinzu.

Die Technik beherrschte das Spiel mit Licht und Hintergründen perfekt und zauberte so Stimmung in die Aula. Ein außergewöhnliches Konzert mit spiel- und sangesfreudigen Akteuren auf der Bühne und einem begeisterten Publiku. „Gospel meets unplugged“ gab zwei Konzerte und begeisterte etwa 1200 Zuschauer „Damit sind es sogar mehr Besucher als im Vorjahr“, freute sich Jürgen Laaser von KulturPur, der das Konzert in Kooperation mit beets ’n’ berries und Sound ’n‘ Soul veranstaltete.

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