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75-jährige Rentnerin offenbar Opfer eines Auftragsmordes

Von: Marc Pesch, dapd
Letzte Aktualisierung:

Heinsberg/Krefeld. Zweieinhalb Monate nach dem Mord an einer Rentnerin aus Krefeld hat die Polizei den Fall offenbar aufgeklärt.

Die vermögende 75-Jährige sei einem Auftragsmord zum Opfer gefallen, teilten die Ermittler am Montag mit. Drei Tatverdächtige wurden festgenommen, sie sitzen in Untersuchungshaft.

Nach Angaben der Mordkommission handelt es sich dabei um ein reiches Ehepaar aus dem Kreis Heinsberg und einen Bordellbetreiber aus Mönchengladbach. Der Leiter der Mordkommission sagte, das Ehepaar habe den 29-jährigen Bordellbetreiber angestiftet, die Frau zu töten, um an das Erbe der Rentnerin zu bekommen.

Die 40 Jahre alte Ehefrau sei als Alleinerbin eingetragen gewesen. Sie sei für das Opfer wie eine Tochter gewesen. Die Rentnerin war in der Vergangenheit mit dem Vater der 40-Jährigen befreundet gewesen.

Ehepaar ist geständig

Der Auftragsmörder hatte laut Polizei von dem 43-jährigen Ehemann der Alleinerbin für seine Tat 23.000 Euro erhalten. Das Ehepaar habe den Mordauftrag inzwischen eingeräumt, sagte der Leiter der Mordkommission, Gerd Hoppmann. Schon im Januar habe der Ehemann seine Frau gefragt, was sie davon halten würde, die befreundete 75-Jährige zu töten. Mit dem Erbe könne man dann im Geld baden.

Nach dem Tod der Frau hatte das Ehepaar tatsächlich das Erbe in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro angetreten. Hoppmann sagte, die Frau habe sich unter anderem bereits für 16.000 Euro einen Ring bestellt.

Der mutmaßliche Auftragsmörder war laut Polizei am Sonntagmorgen in seinem Bordell in Mönchengladbach verhaftet worden. Polizisten einer Spezialeinheit hätten das Gebäude gestürmt und Bargeld und Munition sichergestellt. Der 29-Jährige schweigt bislang zu den Vorwürfen schweigen.

Handy brachte Ermittler auf die Spur der Täter

Die Ermittler waren über das Handy des Opfers auf die Spur der Täter gelangt. Das Handy war der getöteten Rentnerin gestohlen worden. Mit Hilfe moderner Technik hatte die Polizei ermitteln können, dass das Telefon sechs Wochen nach der Tat in dem Bordell in Mönchengladbach eingeschaltet worden war. Anschließend hatte man herausgefunden, dass das Gebäude vom Ehemann der Alleinerbin an den Zuhälter vermietet worden war. So sei man letztlich dem Mordkomplott auf die Spur gekommen, erklärte Chefermittler Gerd Hoppmann.

Die 75-jährige Frau war Mitte März tot in ihrer Wohnung im Krefelder Stadtteil Fischeln gefunden worden. Die Spuren in der Wohnung hatten zunächst auf einen Raubmord hingedeutet. Unter anderem hatte die Mordkommission rund 1.500 junge Männer aus Krefeld und Umgebung angeschrieben und zum Speicheltest gebeten. Die Tatverdächtigen waren allerdings nicht darunter.

Alle drei Beschuldigten sitzen nun in Untersuchungshaft. Der Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Krefeld lautet auf Mord aus Habgier und niedrigen Beweggründen.
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