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64 Stücke aus der Grafiksammlung ausgestellt

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„Tanzendes Paar“ von Tomi Ungerer: Auch diese Grafik aus der Sammlung des Heinsberger Architekten Klaus Mülstroh ist im Bonner Landesmuseum zu sehen. Foto: Helmut Machat

Kreis Heinsberg. Seine eindrucksvolle Grafiksammlung mit fast 3000 Blättern hat der frühere Heinsberger Architekt Klaus Mül­stroh dem Bonner Landesmuseum des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) als Dauerleihgabe überlassen – für 30 Jahre mit der Option, nach den 30 Jahren als Schenkung dem Haus überlassen zu werden.

Über die erste Ausstellung vor etwa einem Jahr war sowohl in den Tageszeitungen als auch in großen Fachzeitschriften ausführlich berichtet worden. Jetzt wurde die zweite Ausstellung eröffnet.

Die 55 Blätter der ersten Ausstellung hatte damals das Landesmuseum ausgewählt. Die jetzige Ausstellung ist insofern hochinteressant, weil die Blätter von Klaus Mülstroh selber ausgewählt wurden unter dem Titel „Meine Lieblingskünstler und meine Lieblingsgrafiken“. Insgesamt sind es diesmal 64 Original-Kunstwerke.

Dabei sind auch aus der hiesigen und insbesondere aus der Aachener Gegend besonders viele Künstler vertreten, die zum Teil noch leben. Aber auch international bekannte sogenannte große Künstler sind dabei, wie zum Beispiel Andy Warhol, Salvador Dalí, Max Ernst, Hans Arp, Renato Guttuso oder Erich Heckel.

Das Landesmuseum hat keine Mühe gescheut, eine solch interessante und eigenwillige Auswahl entsprechend repräsentativ im Museum darzubieten. Fast das gesamte zweite Obergeschoss ist dafür in Anspruch genommen worden. In Bonn und Umgebung ist mit etwa 100 Plakaten für entsprechende Werbung gesorgt worden.

Zum Auftakt fand schon für ­einen kleinen geladenen Kreis eine Vorbesichtigung statt, und trotzdem war zur Eröffnung der Ausstellung mit über 200 Besuchern das Interesse und der Andrang so groß, dass die bereitgestellten Stühle nicht ausreichten. Mit einem solchen Andrang hatte das Museum nicht gerechnet.

Gäste aus der Region

Entsprechend freudig wurden die Gäste auch von der Museumsleitung begrüßt. Und entsprechend freudig konnte Klaus Mülstroh auch einige Persönlichkeiten aus der hiesigen Gegend begrüßen, nämlich den politischen Vertreter des Landrates, Wilhelm Paffen mit Ehefrau, die stellvertretende Chefin der Kreisverwaltung, Liesel Machat mit Ehemann, sowie das Kreistagsmitglied in der Landschaftsversammlung. Dr. Christiane Leonards-Schippers. Auch waren ein halbes Dutzend Künstler aus der Region anwesend, die sich natürlich ebenfalls sehr freuten, dass die von ihnen geschaffenen Kunstwerke in einem solch berühmten Museum ausgestellt werden.

Als Besonderheit bei dieser Vernissage wurde dann nicht die übliche wissenschaftliche Einführung von der Museumsleitung gehalten, sondern der stellvertretende Museumschef, Dr. Lothar Altringer, und Klaus Mülstroh veranstalteten ein Frage-Antwort-Spiel, das sich besonders lebhaft gestaltete, wobei auch das Publikum manchmal mit einbezogen wurde.

Dabei tauchten immer wieder solche Fragen auf: Wie kommt man zu einem solchen Hobby, Kunstsammler zu werden? Wann haben Sie Ihre erste Grafik gekauft? Wo haben Sie gekauft? Welche Kunstblätter haben Sie besonders bevorzugt?

Diese interessante Diskussion dauerte dann nicht, wie vorgesehen, 30 Minuten, sondern 45 Minuten – und natürlich mussten noch eine Menge Fragen beantwortet werden danach beim Rundgang durch die Ausstellung.

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