50 Jahre Rückgliederung: Selfkant in Feierlaune

Von: Heinz Eschweiler
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Viel Musik und eine prächtige Feier gab's am Freitag in Isenbruch. Foto: Heinz Eschweiler

Isenbruch. In Isenbruch, dem westlichen Ort der Gemeinde Selfkant und der Bundesrepublik, wurde am Freitagabend ein historisches Fest gefeiert: Vor 50 Jahren ist der Selfkant – nachdem er nach dem zweiten Weltkrieg den Niederlanden zugesprochen worden war – von Deutschland zurückgekauft worden.

1949 wurde das Selfkantgebiet nach Gebietsansprüchen der Niederlande aus den Kriegswirren des zweiten Weltkrieges zugesprochen. Am 23. April wurde der Selfkant dann unter eine Auftragsverwaltung gestellt, dieses Gebiet wurde in den Niederlanden als „Neu-Holland“ bezeichnet.

Die deutschen Wurzeln in diesem Grenzzipfel blieben aber stets unverkennbar. Aber durch die Auftragsverwaltung erlebte das Selfkantgebiet selbst einen Aufschwung gegenüber den bisherigen Nachbargemeinden Waldfeucht, Gangelt oder dem alten Kreisgebiet Heinsberg.

Die Selfkantkäntler fanden Arbeit in der blühenden Zechenindustrie Süd-Limburg, der Selfkant erlebte bereits um die Fünfziger das deutsche Wirtschaftswunder. Ende der „50er“ wurden erstmals Gespräche einer Rückgliederung laut.

Am 31.Juli 1963 war es dann um Mitternacht soweit: Der Selfkant wurde für 280 Millionen Deutsche Mark zurückgekauft, man war wieder im Heimatland. Dieses Ereignis ist nun 50 Jahre her, für den Selfkant ein Grund zu feiern: Mit viel Prominenz wurde dieser 50. Jahrestag im Rahmen der Isenbrucher Sommerkirmes gefeiert.

Und es wurde auch deutlich, dass die Niederlande das Land geprägt hat. Viele ältere Selfkäntler sagen heute: „Danke Niederlande, uns ging es während dieser Zeit nie so gut wie damals.“ Zeitzeugen plauderten aus erster Hand, Kinder- und Schulkinder präsentierten die Heimatsprache und Heimatgedichtsvorträge. Es gab viel Musik und zum Abschluss die Nationalhymen und die Europahymne - vom Musikverein Saeffelen gespielt und von den Gästen gesungen.

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