40 Jahre Kreis Heinsberg: Landrat will Marke „HS“ stärken

Von: disch
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Kreis Heinsberg. In seiner Rede zum Jahresabschluss in der letzten Kreistagssitzung dieses Jahres ging Landrat Stephan Pusch auch auf die Feiern zum 40-jährigen Bestehen des Kreises Heinsberg ein.

Rückblickend könne nach wie vor von einer „sehr gelungenen Festveranstaltung“ gesprochen werden, die im Januar im Kreishaus stattgefunden hatte. „Ich habe in den vielen Beiträgen gespürt, wie viel Wertschätzung dem Kreis Heinsberg als solchem entgegengebracht wird“, so Pusch. Der Abend habe gezeigt, „dass unser Kreis als eine kompakte und eigenständige Region wahrgenommen wird“.

An den drei Festtagen im Juni „haben wir vor allem die Menschen in den Mittelpunkt gerückt“, so der Landrat weiter. Der Kreis habe mit seinen Bürgerinnen und Bürgern gefeiert, die Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Kreis. „Und ich glaube, dass bei vielen zu spüren war, dass sie stolz darauf sind, im Kreis Heinsberg zu leben“, stellte Pusch fest. „Stolz auf das, was in vier Jahrzehnten gewachsen ist, stolz auf die Position, die der Kreis im Regierungsbezirk und im Land einnimmt, stolz auf die eigene Identität im Land an Rur, Wurm und Schwalm. Wenn dies alles das Ergebnis dieses Jubiläumsjahres ist, dann muss ich sagen: Es hat sich gelohnt!“

Gelohnt habe es sich auf jeden Fall finanziell. Denn alle Erlöse aus den Jubiläumsaktivitäten seien an die Hilfsplattform „HS – ein Kreis hilft“ gegangen, die vor wenigen Wochen (wie berichtet) den zahlreichen Hilfsorganisationen und Hilfsvereine aus dem Kreis Heinsberg Schecks überreichen konnte. „Es ist immer wieder schön zu sehen, mit welchem Engagement Menschen aus dem Kreis Heinsberg in den Notgebieten unserer Erde mit zahlreichen Projekten helfen“, so der Landrat voller Anerkennung.

Es zeige sich auch in diesen – vor allem aus finanzieller Sicht – schwierigen Zeiten, wie wichtig es sei, dass die kommunale Familie nicht nur aus Städten und Gemeinden bestehe, sondern dass es die Kreise gebe. Pusch: „Ich spüre es im täglichen Dienstgeschäft, dass der Kreis mehr denn je gefragt ist. Von der Schulentwicklung bis zum Salz­einkauf gehen Kreis und Kommunen in vielen Bereich gemeinsame Wege oder suchen gemeinsame Lösungen. Zugute kommt es uns allen.“

Was er dann aber nicht verstehen könne, seien die Versuche, diese regionale Identität zugunsten einer kleinräumigeren Identitätsstiftung aufzugeben, waren auch kritische Worte des Landrats zu hören. Es sei ein liebenswerter Wesenszug des Menschen, Vergangenes und weit Zurückliegendes zu verklären und sich mit dem wohligen Schauer der Rührung daran zu erinnern. „Das mag schön sein. Hilft es aber weiter?“ Seine feste Überzeugung sei es, so Pusch, dass Kfz-Kennzeichen mit den Kürzeln „ERK“ und „GK“ den Kreis Heinsberg mit seinen zehn Kommunen nicht wirklich weiterbringen würden. „Niemandem ist damit geholfen, am allerwenigsten uns als Straßenverkehrsbehörde, wenn wir künftig ein Sammelsurium an Kennzeichen zu verwalten hätten.“ Umso mehr respektiere er den Beschluss des Kreistages, diesem Ansinnen, 40 Jahre alte Kennzeichen einführen zu wollen, ­einen Riegel vorzuschieben.

Der Landrat verwies zudem darauf, dass die Frage der Kennzeichen auch kein Wunschkonzert sei. Der Kreis Heinsberg sei in allen Belangen Rechtsnachfolger der beiden früheren Kreise und damit Sachwalter des jetzigen Kennzeichens „HS“ und der beiden früheren, die seit 1972 nicht mehr vergeben würden. Pusch: „Konzentrieren wir uns also lieber darauf, unsere Marke ,HS‘, die für unser gesamtes Kreisgebiet steht, zu stärken.“

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