Geilenkirchen-Teveren - 300 Stellen fallen bei Awacs-Verband weg

300 Stellen fallen bei Awacs-Verband weg

Von: udo stüsser
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Eines der in Geilenkirchen stationierten Awacs-Flugzeuge. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Teveren. Etwa zehn Prozent der über 3000 militärischen und zivilen Dienststellen des in Geilenkirchen-Teveren stationierten Awacs-Verbandes sollen künftig wegfallen.

Diese Information unserer Zeitung bestätigte auf Anfrage ein Sprecher des E-3A-Verbandes.

In regelmäßigen Abständen überprüft die Nato die Stellenpläne ihrer Truppenteile. Nach einer jetzt in Geilenkirchen erfolgten Überprüfung wurde die Verbandsführung unter dem deutschen Brigadegeneral Burkhard Pototzky aufgefordert, Vorschläge für die Streichung von rund 300 Dienststellen zu machen. Dies geschah in enger Abstimmung mit dem übergeordneten Nato-Hauptquartier im belgischen Mons.

Von Sanierung unabhängig

Von der Stellenstreichung können alle Bereiche des Flugplatzes betroffen sein. Die letzte Entscheidung treffen in einigen Monaten die 15 an der Finanzierung des Awacs-Programms beteiligten Nationen. Oberst Reinhard Mack, Dienstältester Deutscher Offizier, informierte erste Zivilangestellte über eine bevorstehende Kürzung des Stellenplanes.

Die rund 1500 Soldaten und 1500 Zivilbediensteten des E-3A-Verbandes leben in rund 90 Gemeinden in Deutschland, den Niederlanden und Belgien und sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Euregio. Die Summe der Löhne und Gehälter betrug im Jahr 2007 laut einer Studie des Verbandes 144,7 Millionen Euro, der gesamtwirtschaftliche Beitrag belief sich auf 424,5 Millionen Euro.

Ein Zusammenhang zwischen bevorstehenden Versetzungen und Entlassungen und einer geplanten Sanierung der Start- und Landebahn frühestens im Jahr 2012 besteht laut Awacs-Verband nicht.

Ob es aufgrund der Verlegung des Verbandes während der sechs- bis zwölfmonatigen Bauzeit zu weiteren Entlassungen in Geilenkirchen kommen wird, bezeichnete der Awacs-Sprecher als reine Spekulation.
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