Zwei Sterneköche lassen sich „versteigern”

Von: anna
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Jochen Rüskens und Schulleite
Jochen Rüskens und Schulleiter Volkmar Gilleßen sowie Rainer und Rosemarie Hensen und Sternekoch-Kollege Holger Berens (v.l.) sind von der Aktion begeistert.

Heinsberg-Randerath. Lecker essen, dazu einen oder auch zwei gute Tropfen genießen und zugleich Gutes tun: Das ermöglichten Sternekoch Rainer Hensen und seine Frau Rosemarie den Gästen ihrer Burgstuben-Residenz in Randerath.

Sie bewirteten ihre Gäste sozusagen „all inclusive” und werden den noch nicht ganz errechneten Erlös an die Rurtalschule in Oberbruch spenden. Grund dafür war das 25-jährige Bestehen des Gastronomiebetriebes in Randerath.

Zum Auftakt nahm Moderator Wolfgang Derichs die Gäste an beiden Tagen durch eine Bilderpräsentation mit in die Geschichte des Hauses, das in den Räumlichkeiten einer Pommes-Bude entstand.

Dekoriert war der Wintergarten dazu mit 25 Kochmützen mit Aufschriften für das jeweilige Jahr in der Geschichte des Restaurants. Gläser mit entsprechender Gravur, selbst Schürzen mit entsprechender Stickerei und schließlich anspruchsvolle Live-Musik verstärkten das silberne Jubiläumsambiente.

Schwierig sei es zu Beginn gewesen, räumte Hensen ein. Körperlich schwierig wegen des Umbaus und noch schwieriger „hier auf dem Dorf von der Frittenbude zum Restaurant”. Schwierig im Leben sei die Erkrankung seiner Frau vor zwei Jahren gewesen.

„Aber jetzt fängt die glücklichste Zeit meines Lebens an”, betonte er. „Ich habe meine Frau noch, und sie wird irgendwann wieder laufen und hier unsere Gäste bewirten!”

Dass die Burgstuben-Residenz als eines der ersten Restaurants mit biologischer Ausrichtung gilt und sich Hensen in Kollegenkreisen lange als „der Biospinner aus dem Westen” betiteln lassen musste, erfuhren die Gäste im Interview ebenfalls. Nachdem Anneliese Jumpertz sich am ersten Tag als Biobäuerin vorgestellt hatte, die mit der Burgstuben-Residenz kooperiert, war es am zweiten Tag Gerd Heinrichs, der in Karken spezielle Duroc-Schweine für Hensen züchtet.

Im Wechsel mit Austern, Ochsenfilet vom Grill oder Jakobsmuscheln, Gänseleber oder Hummer aus der Küche lud Derichs zu Versteigerungen ein, um den Spendentopf weiter zu füllen. Dabei hatte er Wein im Angebot, aber auch Fotografien, die der Künstler Jochen Rüskens als Initiator des gesamten Projekts zur Verfügung gestellt hatte.

Versteigert wurde schließlich auch Rainer Hensen selbst. Dafür wird er jetzt das Gewinnerehepaar ganz privat bekochen. Derichs werde derweil für Service und Abwasch zuständig sein, erklärte er ganz süffisant. Am zweiten Tag trug dann Sternekoch-Kollege Holger Berens aus Düsseldorf nicht nur mit Köstlichkeiten wie frischen Bodenseefelchen kulinarisch zur Jubiläumsfeier bei, sondern ließ sich ebenfalls selbst versteigern. Der Gewinner freut sich jetzt auf ein Essen in dessen Restaurant „Berens am Kai” in Düsseldorf.

Wie Landrat Stephan Pusch als Schirmherr war auch Volkmar Gilleßen als Schulleiter begeistert von dem Engagement des Ehepaars Hensen.

Über die zu erwartende Spende hinaus werde der Rurtalschule so auch ein Personenkreis zugänglich, der bisher kaum Berührungspunkt zur Schule gehabt habe, betonte Gilleßen.

Er habe zum Beispiel während der Feier ein Arztehepaar aus Oberbruch kennengelernt, das noch nie in der Schule war und mit dem er jetzt weiter in Kontakt bleiben möchte. „Rainer Hensen und seine Frau haben uns auch ermöglicht, unsere Schule bekannter zu machen”, erklärte er.
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