Zubringer von Birgden zur K3 soll noch 2013 fertig sein

Von: Jan Mönch
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Die Arbeit wartet: Mit Spaten und schwerem Gerät werden die Bauarbeiter dem Wirtschaftsweg zu Leibe rücken. Nach Stand der Planung soll der neue Zubringer zur K3 noch in diesem Jahr fertiggestellt werden und möglichst viel Verkehr aus dem Ortskern raushalten. Foto: J. Mönch
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Fleißige Schaufelschwinger: Vertreter der Gemeinde Gangelt und baubeteiligter Firmen und Institutionen taten am Mittwochmorgen den ersten Spatenstich. Foto: J. Mönch
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Durchfahrt auch für den landwirtschaftlichen Verkehr gesperrt. Schon bald wird der Weg ganz verschwunden sein. Foto: J. Mönch

Gangelt-Birgden. Dieses Schild hat ausgedient. Noch werden Autofahrer am südlichen Ende von Birgden darauf hingewiesen, dass ausschließlich landwirtschaftlicher Verkehr den dort befindlichen Wirtschaftsweg nutzen darf. Der Weg ist nun abgesperrt, bald schon wird er verschwunden sein. An seiner Stelle führt dann ein nagelneuer Zubringer vom Birgdener Neubaugebiet in Richtung Kreisstraße 3 und somit zur Bundesstraße 56.

Am allerliebsten sähe die Stadt Gangelt es freilich, wenn in naher Zukunft besonders Möbelwagen den frischen Asphalt nutzen – und zwar vollbeladen rein, leer wieder raus. Gangelt wächst, und das ist auch den Neubaugebieten in Birgden zu verdanken.

Wenn alles gut läuft, heißt es vom Erkelenzer Planungsbüro VDH, dürfen die Birgdener sich noch dieses Jahr über die Fertigstellung des Zubringers freuen. Ob der ambitionierte Zeitplan eingehalten werden kann, ist natürlich nicht zuletzt eine Frage der Witterung. Wenn diese in etwa so bleibt, wie beim symbolischen ersten Spatenstich am gestrigen Mittwochmorgen, dürfte das dem Anliegen entgegenkommen: Ein harter, herbstlicher Südwind blies den Schaufelschwingern um Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen, Ehrenbürgermeister Heinrich Aretz, Ortsvorsteher Stefan Pallocks und den Bauausschussvorsitzenden Hans Ohlenforst sowie Vertreter der ausführenden Unternehmen um die Ohren, als sie ihre Werkzeuge in die Erde stießen.

Bedingungen also, bei denen jeder Bauarbeiter gern einen Zahn zulegt, um auf Betriebstemperatur zu kommen. 1,2 Kilometer Strecke sind bis Jahresende zu bewältigen, es werden Kosten von 850.000 Euro erwartet.

Die Einwohner von Birgden, da ist Bürgermeister Tholen sicher, werden den Zubringer zu schätzen wissen. „Es haben sich immer mehr Fahrzeuge durch die Wohngebiete gequetscht, insbesondere auch Schwerlastverkehr.“

Ein Grund für den zunehmenden Verkehr: Die besagten Neubaugebiete, die in Birgden teils bereits entstanden, teils noch im Entstehen begriffen sind. In erstere Kategorie fallen Unkelsfeld, Gelindchen I und II sowie Jankersfeld I, in letztere Jankersfeld II und III. Um 200 Einwohner legte die Bevölkerung von Gangelt zuletzt zu und liegt nun bei exakt 11.930 – nicht eingerechnet sind hier die Angehörigen des NATO-Flugplatzes, die nicht meldepflichtig sind. Von der vielzitierten Landflucht jedenfalls ist in Gangelt bislang nicht viel zu spüren.

Erschwingliche Grundstücke

Und Bürgermeister Tholen hätte natürlich nichts dagegen, wenn das so bleibt. „Es sind alle Versorgungseinrichtungen vorhanden, die man braucht, der Freizeitwert ist hoch und das Vereinsleben ist super“, zählt Tholen auf, was aus seiner Sicht auch Neubürger jüngeren Baujahrs anzieht. Von alldem abgesehen sei man darauf bedacht, erschwingliche Grundstückspreise anzubieten, die aktuell bei rund 80 bis 120 Euro pro Quadratmeter lägen. Zu guter letzt spiele beim Werben um Neubürger natürlich eine gute Verkehrsanbindung eine wichtige Rolle – womit der Bogen zum Zubringer zur K3 geschlagen ist.

In Sachen Verkehrsberuhigung des Ortskerns wird der gestrige jedoch nicht der letzte erste Spatenstich gewesen sein. Schließlich wartet Birgden vielleicht noch sehnlicher auf die Umgehungstraße, die den Verkehr von der K3 in Richtung der neuen Bundesstraße 56 leiten soll. Wenn diese 2016 endlich die Autobahn 46 erreicht, so Tholen, soll auch die Umgehung bereits fertig sein.

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