Zirkusgefühle vom Trapez bis zum Messertrick in der Selfkantkaserne

Von: Georg Schmitz
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Die 16 Mädels der Bodenakroba
Die 16 Mädels der Bodenakrobatikgruppe bildeten den Anfang eines fast zweistündigen Programms des „Zirkus Lollipop”, der 90 Kinder aktiv beteiligte. Ins Zweimastzelt passten rund 350 Zuschauer, die reich Applaus spendeten. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Heinz Hussels, Ralf Sawitzki und Brigadegeneral Jürgen Beyer ziehen nach einer Woche „Zirkus in der Selfkantkaserne” ein äußerst positives Resümee. Für den Ferienzirkus „Lollipop” hatten sich 170 Kinder angemeldet. Mit 90 Jungen und Mädchen waren die Kapazitäten aber bereits erschöpft.

Die teilnehmenden Kinder wollten am Ende keinen einzigen Tag des einwöchigen Erlebnisses missen und möchten ohne Ausnahme auch im kommenden Jahr wieder dabei sein. „Das war nicht nur ein pädagogischer, sondern auch ein durchschlagender Erfolg für Ferienspaß”, blickt Heinz Hussels vom veranstaltenden „Freundeskreis Selfkantkaserne” zurück.

Hinter dem Zirkus Lollipop verbirgt sich die Zirkusfamilie um Robby Ortmanns aus Frechen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Artistentradition für die Nachwelt zu erhalten. So vermittelte das 15-köpfige Team den 90 Kindern im Alter von sechs bis 13 Jahren fünf Tage lang jede Menge Kunststücke. Am ersten Tag führten die ausgebildeten Artisten den Kindern die einzelnen Stationen selber vor und ermittelten die Fähigkeiten der Jungs und Mädchen. Nach dem Eignungstest stand fest, welches Kind in welcher Künstlergruppe mitwirken sollte. Tags darauf begann das Training für das Programm.

Starke Leistungen

„Alle waren konzentriert dabei, und aus der anfänglichen Neugierde wurde schnell Begeisterung”, freut sich Zirkusdirektor Robby Ortmanns. Dann hieß es „Vorhang auf und Manege frei”, und die jungen Künstler zeigten bei der Abschlussgala ihren Eltern und Freunden ein tolles Programm, dass sich nicht hinter dem eines professionellen Kinderzirkus verstecken musste.

Schon als die Schar der Akteure nach der ersten Trapez-Vorführung in die Arena einlief, sprang der Funke auf das Publikum über. Sofort zeigte das erste Dutzend Mädels eine schöne Bodenakrobatik. Der Applaus der Zuschauer war auch den folgenden Zauberern, Clowns, Seil- und Hula-Hoop-Tänzerinnen sicher. Jongleure, Feuerspucker und Trampolinspringer begeisterten ebenfalls, und manche Mutter, mancher Vater hätte nicht gedacht, zu welchen Höchstleistungen ihr Nachwuchs in der Lage ist. Inklusive der aktiven Darsteller waren es 448 Menschen, die das Zweimastzelt bis zum letzten Platz füllten.

Fast zwei Stunden lang schnupperten die Kinder aktiv Zirkusluft, und wer auch nach Monaten noch in Erinnerung schwelgen möchte, konnte ein mitgedrehtes Video erwerben. Daneben hatte Heinz Hussels für jedes Kind ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Lollipop 2012” anfertigen lassen.

Nicht nur die teilnehmenden Kinder, auch die Eltern zeigten sich hellauf begeistert. „Unsere Tochter war abends richtig müde und konnte sehr gut schlafen”, lächelten Claudia und Thomas Broisch aus Gangelt; Franka (13) hatte sich an der Bodenakrobatik beteiligt. Robert Wenzek aus Übach-Palenberg brachte eine Woche lang fünf Kinder aus der halben Verwandtschaft zum Zirkus. „Ich werde ein Dankesschreiben aufsetzen und den Organisatoren zukommen lassen”, lässt er wissen.

Die Lobesworte erfreuen den Freundeskreis Selfkantkaserne, der jetzt schon mit den Vorbereitungen für die Fortsetzung im nächsten Jahr beginnen will. „Aufgrund des überwältigenden Interesses, planen wir 2013 zwei Durchläufe”, schaut Brigadegeneral Jürgen Beyer in die Zukunft, „und zwar in der ersten und in der zweiten Ferienwoche.”
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