Wolfgang Jungnitsch will mit der CDU das Rathaus erobern

Von: Franz Windelen
Letzte Aktualisierung:
wahljunggitarre-bu
Den Ton angeben möchte Wolfgang Jungnitsch nach der Wahl auch im Rathaus - allerdings als Bürgermeister. Foto: Windelen

Übach-Palenberg. Das Spiel auf der Gitarre beherrscht er wie seine musikalischen Vorbilder Reinhard Mey und Hannes Wader. Auf den Saiten produziert er feine Klänge.

In der Politik, sagt Wolfgang Jungnitsch, setzt er nicht zwingend auf Harmonie: „Da müssen die Standpunkte auch schon mal hart und kontrovers dargestellt werden. Nein, ich würde ich es nicht Harmonie, sondern Kooperation nennen, die ich anstrebe, wenn ich Bürgermeister würde.”

Konjunktiv. Letztendlich hat jedoch der Wähler das entscheidende Wort über die zukünftigen Mehrheitsverhältnisse. Jungnitsch, der Kandidat der CDU Übach-Palenberg und deren amtierender Stadtverbandsvorsitzender, ist jedoch optimistisch, sieht für sich und seine Partei erstmals eine realistische Chance, die 45-jährige rote Dominanz in der Ex-Zechenstadt zu brechen.

„Die CDU ist nach einem Prozess der inneren Veränderung fest von dem Willen beseelt, endlich aus ihrer Oppositionsrolle heraustreten zu wollen.”

Jungnitsch strebt diesen historischen Moment an. Auf ein Koalitionsbündnis will sich der CDU-Kandidat jetzt nicht festlegen: „Jetzt wird gekämpft, dann wird gewählt, dann wird gezählt und dann gucken wir mal.”

Auch vor einem Alleingang als schwarzer Bürgermeister ist dem 56-Jährigen nicht bange: „In Übach-Palenberg treten allesamt demokratische Parteien an, mit denen zusammengearbeitet werden kann, wobei allerdings vordringlich eine bürgerliche Mehrheit angestrebt wird und auch das aktuelle Verhalten im Wahlkampf eine Rolle für Konstellationen bei der zukünftigen Ratsarbeit spielen wird.”

Auch das Management des Verwaltungsapparates mit seinen immerhin 200 Beschäftigten schreckt Jungnitsch nicht, denn schließlich habe er 13 Jahre lang als Geschäftsführer an der Spitze der KDVZ Rhein-Erft-Rur (einer kommunalen Datenverarbeitung mit Sitz in Frechen) mit über 100 Mitarbeitern gestanden.

„Die Angelegenheiten in unserer Stadt zum Wohl der Bürger zu regeln, betrachte ich als die wichtigste Aufgabe meines politischen Engagements”, sagt der dreifache Familienvater und vielseitige Vereinsfreund.

Als gebürtiger Einwohner Übach-Palenbergs sei er nicht nur Entscheidungsträger, sondern vor allem auch Betroffener, der die Belange und Notwendigkeiten der Kommune an der Wurm aus eigenem Erleben kenne. Seine kommunalpolitischen Eckpunkte (siehe unten) hat er abgesteckt. All diese Einzelmaßnahmen müssen sich, so der CDU-Bürgermeister-Kandidat, quasi mosaiksteinartig zu einem Ganzen zusammenfügen.

Fehler der Vergangenheit

Schule, Verkehr, Gewerbe, Wohnbebauung seien in einem Planungskontext zu sehen. „Beachtet man nur einen Einzelaspekt, dann kann dies für das Gesamte falsch sein”, argumentiert Jungnitsch und verweist auf „Fehler”, die in der Vergangenheit gemacht worden seien.

„Vision 2022 - meine Stadt Übach-Palenberg im Jahr 2022” nennt der Christdemokrat sein kommunalpolitisches Unternehmen - 2 mal 6 Jahre, zweimal Bürgermeister Jungnitsch wäre das. Damit will er die Erfordernis der Mittel- bzw. Langfristigkeit der Veränderungsprozesse herausstellen.

Innovation und Kreativität

„Wichtig sind mir Innovation und Kreativität mit Sinn für das Machbare und Finanzierbare. So möchte ich Übach-Palenberg mit einer starken Mannschaft in die Zukunft bringen”, erklärt Wolfgang Jungnitsch. Bei allem politischen Handeln stehe an erster Stelle das Wohl der Bürgerinnen und Bürger.

Der direkte Dialog mit der Bevölkerung sei ihm wichtig. Eine hohe Lebensqualität, solide Finanzen und gute wirtschaftliche Perspektiven auf der Grundlage einer sachorientierten Politik verspricht der Mann dem Wahlvolk, für das er im Fall des Falles ein „Bürgermeister zum Anfassen” sein will.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert